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Mittelrheinnpokal: Im Elfmeterschießen setzt sich Beeck 5:3 beim Ligarivalen Hennef durch.

Fußball : Beeck nach Elfmeterdrama im Viertelfinale

Mittelrheinpokal: Der FC steht in Hennef kurz vor dem Aus. Dann trifft Lambertz zum 2:2 (85.). Nach Elferschießen siegt der Gast 5:3.

Es hat nicht viel gefehlt, und der FC Wegberg-Beeck, unangefochtener Ligaprimus der Mittelrheinliga, hätte seine Pokalträume auf dem Kunstrasen von Ligarivale FC Hennef begraben müssen. Denn bis fünf Minuten vor Schluss lag der Gast im Zweitrundenspiel 1:2 zurück. Dann jedoch rettete Thomas Lambertz nach schönem Zuspiel Shpend Hasanis den Gast doch noch in die Verlängerung. Die blieb torlos. Im Elfmeterschießen setzten sich die Kleeblätter dann 3:1 durch – Endstand also 5:3. Damit überwintern die Kleeblätter im als Bitburgerpokal gespielten Mittelrheinpokal und haben als Viertelfinalist auch schon mal 2000 Euro aus den DFB-Pokal-Fernsehgeldern der ersten Runde sicher.

Nach den aufwühlenden und sehr wechselvollen 120 Minuten plus dem finalen Drama atmete Beecks Coach Friedel Henßen erst mal tief durch: „Hennef hat uns alles abverlangt. Wir haben nicht so souverän wie in Freialdenhoven und Bergisch Gladbach gespielt. Dazu haben wir Hennefs zentralen Mittelfeldspieler Yoshiaki Kikuchi einfach nicht in den Griff bekommen.“ Der quirlige Japaner hatte in der ersten Halbzeit auch die beste Chance, nagelte den Ball Sekunden vor der Pause an die Lattenunterkante. Zuvor hatte wiederholt Beecks überragender Keeper Stefan Zabel seine Farben im Spiel gehalten – und tat das nach dem Seitenwechsel weiterhin.

Machtlos war Zabel in der 47. Minute: Nach einem langen Freistoßball durfte André Klug ungestört einköpfen. Auf Zuspiel Maurice Passages traf Hasani mit einem Schuss ins lange Eck zwar fast postwendend zum Ausgleich (52.), doch Kikuchi brachte per Solo-Slalomlauf Hennef erneut in Führung (69.).

Beeck drängte, Sascha Tobor (72.) und Musashi Fujiyoshi (76.) hatten die besten Ausgleichschancen, ehe Zabel mit einem Wahnsinnsreflex gegen einen Kopfball Sven Brands den endgültigen K.o. verhinderte (83.). Zwei Minuten später egalisierte Lambertz.

In der ebenfalls turbulenten Verlängerung hatten Amaar Zayton (106.), Sebastian Wilms (118.) und Sakae Iohara mit einem Lattenschuss (120.) Beecks Siegtreffer auf Kopf und Fuß, ehe das Elferschießen das Beecker Happy End brachte. Nicht allzu traurig zeigte sich im Anschluss Hennefs Sportlicher Leiter Dirk Hager: „Das war schließlich eine tolle Leistung von uns. Und zwei Tore hat gegen Beeck in dieser Saison noch keiner geschossen.“

Beeck: Zabel – Passage, Wilms, Hühne, Tobor – Chakroun, Drevina (76. Iohara) – Thelen (81. Leersmacher), Lambertz (94. Zayton), Fujiyoshi (81. Post) – Hasani