Fußball: Verzerrtes Tabellenbild in der Kreisliga A in Heinsberg

Fußball : Verzerrtes Tabellenbild in der A-Liga

Viele Vereine aus dem Kreis Heinsberg haben aufgrund der Wetterbedingungen der vergangenen Wochen in der Rückrunde noch Nachholspiele zu absolvieren. Deswegen bleibt sowohl die Aufstiegs- als auch die Abstiegsfrage wohl noch lange spannend.

Was haben die A-Ligisten Ay-Yildizspor Hückelhoven, Germania Hilfarth, SC Selfkant, VfJ Ratheim und der SSV Kirchhoven gemeinsam? Es sind die einzigen Teams in der Kreisliga A, die bis zur anstehenden Winterpause alle 15 Pflichtspiele absolviert haben. Durch die aufgrund der Wetterbedingungen zahlreichen Spielabsagen zeigt die Tabelle derzeit ein verzerrtes Bild. Die Auswirkungen können sowohl in der Aufstiegs- als auch in der Abstiegsfrage noch eine wichtige Rolle spielen. Einzige Ausnahme könnte der SSV Kirchhoven sein, der bei lediglich drei Zählern auf der Habenseite keine zusätzliche Begegnung mehr offen stehen hat.

Beim aktuell Vorletzten SV Niersquelle Kuckum (derzeit acht Punkte aus 14 Partien) bleibt Vorsitzender Thomas Portz gedämpft hoffnungsvoll: „Wenn wir von den extrem vielen Ausfällen, die wir bislang hatten, ein wenig verschont bleiben und hier und da ein wenig Spielglück dazu kommt, rechnen wir uns durchaus noch Chancen aus, die Klasse zu halten.“ Ob am Ende drei oder vier Teams in die B-Liga abgehen, hängt außerdem vom Abschneiden der Bezirksligisten aus dem Kreis Heinsberg ab.

Die besten Karten im Aufstiegsrennen hat zurzeit der SV Waldenrath/Straeten. Die Mannschaft von Trainer Maik Honold belegt mit 28 Punkten nicht nur den ersten Platz, sondern hat noch drei Nachholspiele: „Sicher wollen wir jetzt nicht mehr Sechster werden, aber in erster Linie sollen die Jungs Spaß haben“, sagt Honold. Ebenfalls noch drei Nachholspiele warten auf den Drittplatzierten Germania Kückhoven (26 Zähler), der darauf verweisen kann, als einziges Team noch ohne Niederlage zu sein. „Wir sind absolut im Soll, und wenn wir statt einiger Remis der Hinrunde Siege holen, werden wir auch da oben bleiben“, sagt Trainer Dirk Valley.

Zwischen den beiden Teams steht der SV Roland Millich, der wie Spitzenreiter Waldenrath 28 Punkte verbucht, aber bereits zwei Spiele mehr ausgetragen. Auf zahlreiche Treffer hofft Trainer Nils Brandt unter anderem von Yannick Schenesse, der zur Rückrunde vom VfJ Ratheim, für den er bereits zehnmal traf, zum Kader stößt. Ratheim selbst galt als Bezirksliga-Absteiger ebenfalls zu den Vereinen, denen man eine gute Rolle zugetraut hatte. Doch nach Startschwierigkeiten befindet sich das Team aktuell lediglich auf Rang elf.

„Wir sind mit einigen knappen, unglücklichen Niederlagen in die Saison gestartet. Dann kamen aber auch Begegnungen, die wir verdient verloren haben, weil wir vielleicht Gegner unterschätzten. Zuletzt hat sich die Mannschaft so gezeigt, wie ich es mir wünsche“, sagt Trainer Stanislav Makarov. Sollte Ratheim (mit Robin Bannert aus Gerderath, Jan Düsterwald aus Kirchhoven und Kubilay Canakci von Ay-Yildiz kommen drei Neue) weiter zeigen, was im Kader steckt, hofft Makarov auf eine Platzierung „zwischen sechs und neun.“