Fußball-Bezirksliga: Dominik und Julian Hahn treffen für SV Helpenstein

Fußball-Bezirksliga : Zwei Hahn-Doppelpacks gegen Ligaprimus

Die Brüder Dominik und Julian Hahn führten den SV Helpenstein zum 4:2 gegen Alemannia Mariadorf.

Weil die Partie zwischen dem 1. FC Heinsberg-Lieck und der SG Stolberg wegen Unbespielbarkeit der beiden Plätze im Seestadion ausgefallen ist, hat Staffelleiter René Stoll mit dem 5. März 2020 schon einen Nachholtermin bestimmt. Das gilt ebenfalls für die Spiele des TuS Rheinland Dremmen gegen den FC Wegberg-Beeck II sowie von Concordia Oidtweiler gegen Sparta Gerderath. Für die bereits am 14. Spieltag ausgefallenen Partien Würm-Lindern gegen Eicherscheid und Lich-Steinstraß gegen Heinsberg-Lieck sind auch schon neue Termine gefunden worden: Würm-Lindern spielt am 5. März gegen Eicherscheid, und Heinsberg-Lieck am Gründonnerstag, 9. April, in Lich-Steinstraß. Derweil klettert die Germania nach dem 10:2 (2:2)-Sieg bei Schlusslicht Donnerberg auf den dritten Tabellenplatz. Dabei hatten die Stolberger sogar 2:0 geführt.

FV Vaalserquartier – SG Union Würm-Lindern 2:0 (1:0). In der achten Minute lag ein Spieler der Platzherren zwar verletzt am Boden, das Spiel aber ging weiter, sehr zum Unwillen der Union. Die setzte nämlich darauf, dass der FV den Ball ins Aus spielen würde. Und da der Gast nur zögernd angriff, stand plötzlich Nick Materzok völlig frei und schoss zum 1:0 ein. Würm-Lindern war ob des sportlichen Verhaltens ihres Gastgebers mehr als frustriert, wollte unbedingt den Ausgleich. Aber trotz aller Mühen kam es gegen den starken Gegenwind nicht so richtig zum Abschluss.

Noch schlimmer wurde es in der zweiten Halbzeit – trotz Windunterstützung. „Da haben wir es ganz schlecht gemacht, uns keine klare Torchance erarbeitet“, sagte der enttäuschte Union-Coach „Jo“ Lambertz. „Der Sieg für Vaalserquartier ist verdient“, fügte Lambertz hinzu, zumal der FV in der 83. Minute durch Anton Till Bohm noch zum 2:0-Endstand traf.

SV Helpenstein – Alemannia Mariadorf 4:2 (2:2). Aufsteiger Helpenstein bot auch dem Tabellenführer erfolgreich Paroli und besiegte den „Halbzeitmeister“. Aber trotz deren dritter Saisonniederlage – zuvor hatten die Land-Alemannen nur in Lich-Steinstraß 0:3 und in Wegberg-Beeck II 2:4 verloren – überwintern sie auf dem ersten Tabellenplatz. Erneut legten die Schützlinge von Helpensteins Trainer André Lehnen mächtig los, erzielten schon in der achten Minute das 1:0. Dominik Hahn hatte einen an seinem Bruder Julian verwirkten Strafstoß gewohnt sicher verwandelt. Julian Hahn selbst legte in der 26. Minute nach, erhöhte nach einer Vorlage von Tim Grates auf 2:0. Mariadorf schlug aber schon bald in Gestalt von Torjäger Alessio Pinna zurück, der mit einem Doppelpack und seinen Saisontreffern zehn und elf zum 2:2 ausgleichen konnte. Zunächst zum 1:2 (33. Minute) und im Anschluss an einen Eckball in der 37. Minute zum 2:2-Pausenstand.

Für eine kuriose Szene sorgte unmittelbar vor dem Seitenwechsel André Lehnen. Denn da sich der SV-Trainer André Lehnen wohl zu heftig über eine Entscheidung von Schiedsrichter Ali Temirci beschwerte, zeigte dieser ihm die Gelbe Karte. Das brachte den Trainer und seine Mannschaft aber nicht aus dem Konzept. Nach Wiederanpfiff fand sein Team gleich wieder gut in die Partie, nach den Remis-Spektakeln zuhause gegen Brand (5:5) und Haaren (3:3) wollte es diesmal unbedingt den Dreier. Und in der 64. Minute führte Helpenstein auch wieder.

Nach einer Vorlage von Kristof Stender gelang Julian Hahn mit seinem zweiten Tor, einem sehenswerten Seitfallzieher, das 3:2. Nur vier Minuten später schaffte auch Hahns Bruder Dominik seinen zweiten Treffer, machte mit dem 4:2 die Partie endgültig zu „Hahn-Festspielen“. Erneut verwandelte Dominik einen Foulelfmeter gegen Mariadorfs Keeper Sven Krimp, den dieser mit einem Foul an Julian Hahn verursacht hatte. Danach war Helpenstein in der Abwehr wesentlich aufmerksamer als vor der Pause, gestattete dem Spitzenreiter kaum mehr Freiheiten, geschweige denn Torchancen. So brachte es den Vorsprung relativ souverän über die Zeit.

Negativer Höhepunkt war in der Nachspielzeit für den Tabellenführer die Rote Karte, die sich Angreifer Yannik Voussen für ein Frustfoul in Höhe der Mittellinie einhandelte. Mehr als zufrieden war Trainer Lehnen, der sich zudem über die „Gratulation zum verdienten Sieg“ seines Gegenübers Gabriele Di Benedetto freute.