Volleyball-Oberliga : Gegner weckt ungute Erinnerungen

Die Ratheimer Oberliga-Volleyballer benötigen dringend Punkte. Allerdings lief es gegen den SV Bayer Wuppertak, am Sonntag Gegner in eigener Halle, in jüngerer Vergangenheit nicht sonderlich gut. Meist setzte es Niederlagen.

Es gibt Teams, an die hat man einfach keine guten Erinnerungen. Für die Oberliga-Volleyballer des VC 99 Ratheim ist so ein Team der SV Bayer Wuppertal, gegen den es am Sonntag in eigener Halle geht. Und mit Blick auf die Ergebnisse der vergangenen Jahre wird auch schnell deutlich warum: „Wir haben gegen Wuppertal fast immer verloren und nie besonders gut ausgesehen“, erinnert sich VC-Libero Markus Becker.

Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum das Verhältnis zwischen den beiden Kontrahenten etwas angespannt ist: „Vor ein paar Jahren hat der Großteil des Teams auf dem Weg nach Wuppertal wegen eines Unfalls und einer Vollsperrung der Autobahn im Stau gestanden“, erzählt Becker, „deshalb haben es nur sechs Spieler inklusive Libero und ohne Zuspieler rechtzeitig in die Halle geschafft, doch die Wuppertaler waren nicht bereit, uns mehr als die obligatorische Viertelstunde Zeit zu geben.“ Erst zu Beginn des zweiten Satzes trudelte der Rest des Teams in der Halle ein, ab Durchgang Nummer drei waren die Ratheimer dann konkurrenzfähig und drehten die Partie noch zu ihren Gunsten. „Das ist definitiv eine Partie, die mir für immer in Erinnerung bleiben wird“, sagt Becker.

Warum die Ratheimer in der Folge aus diesem Sieg kein positives Gefühl für Spiele gegen Wuppertal mitnehmen konnten, das bleibt ein Geheimnis. Aus den folgenden fünf Partien holte der VC nur zwei Punkte, beim 3:2-Auswärtserfolg in der Spielzeit 2017/18 – ansonsten hagelte es zum Teil deutliche Niederlagen. „Das Erfolgsrezept der Wuppertaler ist deren ausgeglichener Kader und das unglaubliche Abwehrniveau, das sie aufs Feld bringen“, sagt Becker, „darin sind sich beide Teams recht ähnlich.“

Und auch ansonsten gibt es Parallelen zwischen den beiden Teams in dieser Saison. Beide haben fast gegen die gleichen Teams gewonnen und verloren, so dass sie nur durch drei Zähler getrennt sind. „Alleine der Blick auf die Tabelle macht deutlich, wie wichtig die Partie für uns ist“, sagt Becker. Denn bei einer Niederlage würden die Ratheimer weiter an Boden verlieren und im Tabellenkeller überwintern. Denn einen Spieltag vor Ende der Hinrunde wird deutlich: Die Anfangseuphorie ist in Ratheim längst verflogen. Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt gegen Verberg und Bonn ging es mit der Leistung des VC stetig bergab – eine Ausnahme war der starke Auftritt bei Germania Windeck, bei dem sich die Ratheimer für eine gute Vorstellung aber nicht belohnen konnten.

35 Trainingseinheiten und sieben Partien sind inzwischen absolviert, vier Niederlagen stehen nur drei Siegen gegenüber, so dass das Fazit eher ernüchternd ausfällt. „Das ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben und auch nicht das, was wir im Stande zu leisten sind“, resümiert Becker. Umso wichtiger ist es am Sonntag ab 16 Uhr in der Halle am Parkhof, einen Sieg gegen Wuppertal einzufahren - dann wäre der SV Bayer ganz sicherlich ein Team, an das man in Zukunft doch gute Erinnerungen hat.