Fußball-Bezirksliga : Abstiegskrimi in Kückhoven

Die Germania braucht gegen Dremmen dringend drei Punkte. In Donnerberg droht der Ausverkauf - das Geld sitzt längst nicht mehr so locker wie bisher.

Mehr Abstiegskampf geht kaum. So oder ähnlich könnte man im Ausblick auf das Keller- und Kreisderby zwischen dem TuS Germania Kückhoven (Tabellenvorletzter mit 17 Punkten) und dem TuS Rheinland Dremmen (Platz 13 und 21 Punkte) titeln, das am Sonntag um 15.30 Uhr in Kückhoven von Schiedsrichter Florian Heselmann angepfiffen wird.

2:1 haben die Rheinländer das Hinspiel zwar gewonnen, sind deshalb aber nicht unbedingt der Favorit. Zumal sich Kückhoven in der vergangenen Woche mit einem 5:1-Sieg bei Germania Eicherscheid wieder alle Optionen auf den Klassenerhalt eröffnet hat. Kückhovens Trainer Dirk Valley wird wohl weiter auf   seinen Kapitän und Torwart Mirco Schopphoven verzichten müssen – der wurde bisher aber von Oldie Mike Kyek gut vertreten. Dremmens Coach Redzo Sakanovic bangt derweil um den Mittelrheinliga-erfahrenen Norman Saar, der wegen einer Oberschenkelverletzung schon beim 1:1-Remis gegen Donnerberg ausgefallen war.

Wieder dabei ist allerdings Torjäger Sascha Hochgreef, der gegen Donnerberg aus beruflichen Gründen gefehlt hatte. Sieben Tore hat der Stürmer in 18 Partien erzielt. Mit welchem Personal auch immer die beiden Coaches das Derby angehen werden, für Spannung  und Kampf ums Überleben in der Liga sollte in jedem Fall gesorgt sein.

Spannend, und vor allem torreich, könnte es auch im Heinsberger Seestadion zugehen, wo   der 1. FC die DJK FV Haaren zu Gast hat. Schon in Haaren gab es im Hinspiel reichlich Tore: Mit 5:4 hatten die Kreisstädter da am Ende die Nase vorn. Beide Mannschaften haben in der Vorwoche verloren. Heinsberg kam mit 4:8 beim FV Vaalserquartier unter die Räder, Haaren unterlag zu Hause 0:3 gegen Oidtweiler.

Die SG Union Würm-Lindern hat zwar schon 25 Punkte auf dem Konto, ist damit aber längst nicht aus dem (Abstiegs-)Schneider. Ein Sieg am Sonntag auf der Anlage in Lindern gegen SW Huchem-Stammeln (Rang 14) wäre allerdings der vielleicht vorentscheidende Schritt, um sich von der Abstiegszone zu verabschieden. Das weiß natürlich auch SG-Trainer „Jo“ Lambertz, der sein Team auf die besondere Bedeutung dieser Partie hinweisen wird.

Ratheims Trainer Stanislav Makarov ist zur Zeit wirklich nicht zu beneiden. Mit einer Rumpftruppe waren seine Jugendsportler – abgeschlagen am Tabellenende – am Sonntag gegen Spitzenreiter Kohlscheid nicht mehr als ein Trainingspartner, verloren zuhause 1:11. Weiteres Ungemach droht nun beim FC Roetgen, der schon das Hinspiel in Ratheim 5:2 gewonnen hat.

Ganz schwer ist auch die Reise des FC Wegberg-Beeck II zum Kohlscheider BC, dem aktuellen Tabellenführer. Das Hinspiel ging mit 5:2 an die Kohlscheider.

Der Tabellenzweite Rasensport Brand wird am Sonntag beim FSV Columbia Donnerberg auf Herz und Nieren getestet. Wie es in Donnerberg in der kommenden Saison weitergeht, ist derweil noch unklar. Nach Informationen unserer Redaktion wird beim FSV zum Saisonende der Etat des Teams merklich zurückgefahren – dann sollen alle Spieler aus dem aktuellen Kader die Freigabe für einen Wechsel erhalten. Bis dahin bleibt der FSV  aber ein ernstzunehmender Konkurrent. Trotz des mutmaßlich bevorstehenden Umbruchs in der neuen Spielzeit 2019/20 hat der Klub den Vertrag mit dem Trainerteam um Chef Tobias Voß verlängert.

Weiter Spielen: FV Vaalserquartier – Alemannia Mariadorf, Concordia Oidtweiler – Germania Eicherscheid.

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