Volleyball-Oberliga: VC Ratheim verabschiedet sich mit Pleite in Köln

Volleyball-Saisonfinale : VC Ratheim verabschiedet sich mit Pleite

Der ersatzgeschwächte Oberligist verliert in Köln in drei Sätzen. Trainer Steffens blickt auf eine ordentliche Saison zurück, sieht aber viel Luft nach oben. Die Erkelenzer Frauen holen einen lockeren Sieg.

Gerne hätten die Oberliga-Männer des VC Ratheim zum Saisonabschluss beim FCJ Köln II etwas Zählbares mitgenommen. Bei der 0:3-Niederlage (21:25, 23:25, 23:25) fehlten dafür letztendlich aber einfach zu viele Spieler. „Mit diesem Aufgebot können wir mit dem Spiel zufrieden sein. Mehr konnte man nicht erwarten“, sagte Trainer Hans Steffens. Ratheim beendet die Saison damit auf dem fünften Tabellenplatz.

So blieben die Ratheimer in jedem der drei Sätze bis zum Schluss dran, liefen aber stets einem frühen Rückstand hinterher. „Diese zwei, drei Bälle, die wir zu Beginn hinten lagen, konnten wir nicht ausgleichen“, fand Steffens, der dafür vor allem den „sehr starken“ Kölner Block und einen herausragenden Diagonalangreifer verantwortlich machte.

Insgesamt blickt der Coach auf eine Spielzeit zurück, in der einiges hätte besser laufen können. „Platz fünf ist in Ordnung. Ich glaube trotzdem, dass für uns mehr möglich gewesen wäre. Zumindest Platz vierhätte es schon sein können“, sagt Steffens. „Uns haben über die ganze Saison weg immer wieder Leute gefehlt. Das hat sich am Ende dann zugespitzt.“ Besonders sei der Ausfall seines Sohnes Marcel ins Gewicht gefallen, der als Zuspieler fest als wichtige Stütze eingeplant war. Als Ersatz übernahm Steffens’ zweiter Sohn René die Rolle und machte seinen Job, laut Vater, „ganz gut“.

Geärgert hat Steffens ein „fürchterlicher Durchhänger“, als seine Ratheimer nach dem Jahreswechsel drei Partien in Folge verloren. Später folgten vermeidbare Niederlagen gegne Solingen und Wipperfürth. „Aber es gibt halt solche Tage, an denen überhaupt nichts funktioniert. Das hat man am Wochenende auch in der Bundesliga gesehen, da war Dortmund in Bayern ja auch chancenlos.“

Den Meistertitel sicherte sich die Reserve des Dürener TV, die 16 von 18 Spielen gewann. Es folgten in Germania Windeck und der FCJ-Reserve zwei Aufsteiger, die Steffens überraschten: „Dass die Aufsteiger so stark sind, hätte ich nicht gedacht. Vor allem Köln hatte ich so nicht auf der Rechnung.“

Für die kommende Spielzeit, die vermutlich im September beginnt, stehen beim VC keine großen Veränderungen an: „Der Stand ist, dass wohl alle an Bord bleiben. Das müssen wir aber noch mal in Einzelgesprächen eruieren.“ Gerne würde Steffens zudem ein, zwei Neuzugänge begrüßen: „Ich arbeite daran. Es gibt einige interessante Spieler.“

In der Frauen-Landesliga haben die Mädels des Erkelenzer VV im letzten Spiel vor der Sommerpause einen klaren 3:0-Sieg (25:16, 25:23, 25:16) gegen die SG Aachen II eingefahren. „Lediglich im zweiten Satz geriet das Spiel kurz außer Kontrolle, aber wir haben einen Acht-Punkte-Rückstand doch noch aufgeholt“, sagte Vereinssprecherin Anja Görlich. Die Mannschaft von Trainer Bogdan Chudzik schließt die Saison damit als Tabellendritter ab, fünf Punkte hinter dem TuS Beeck. Der TuS hatte sich bereits vor zwei Wochen einen Platz in der Aufstiegsrelegation gesichert.

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