Fußball-Kreisliga A: Spielgemeinschaft Katzem/Lövenich steht vor dem Aus

„Passen nicht mehr zusammen“ : Spielgemeinschaft Katzem/Lövenich steht vor dem Aus

2016 vereinten der SSV Viktoria Katzem und der STV Lövenich ihre Kräfte - drei Jahre später soll nun Schluss sein. Der Zweite STV-Vorsitzende Martin Schlösser erklärt, warum es aus seiner Sicht nicht weiter gehen kann.

Die Spielgemeinschaft Katzem/Lövenich in der Fußball-Kreisliga A steht vor dem Aus. Die Vereine SSV Viktoria Katzem und STV Lövenich werden ab der kommenden Saison wieder getrennte Wege gehen, wie Martin Schlösser, Zweiter Vorsitzender des STV, auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt hat.

„Wir werden uns trennen, der Entschluss ist gefallen. Wir haben in den Vereinen mittlerweile ganz andere Philosophien und Ansichten, die nicht mehr zusammenpassen“, sagt Schlösser. Konkret bedeutet das: Der STV will seine Jugendarbeit künftig stark in den Vordergrund stellen und sieht eine eigene Seniorenmannschaft dafür als zwingend notwendig an. „Wir wollen für die Jungs aus den umliegenden Dörfern da sein und auch denen eine Chance geben, die nicht die spielerische Qualität für die A-Liga haben“, sagt Schlösser, der festgehalten wissen will: „Es gibt keinen Streit mit Katzem, wir verstehen uns in den Vereinen weiterhin gut.“

Sportlich würde die Trennung bedeuten, dass beide Vereine in der kommenden Spielzeit wieder dort antreten, wo sie standen, als sie 2016 die Spielgemeinschaft eingingen. Der SSV Viktoria Katzem würde also in der Kreisliga B antreten. Der STV Lövenich würde wohl in der Kreisliga C spielen, in die er 2016 eigentlich abgestiegen wäre. Die Jugend-Spielgemeinschaft zwischen Katzem, Lövenich, Holzweiler und Granterath soll von den Trennungsplänen nicht betroffen sein.

Frajo Conen, Vorsitzender des SSV Viktoria, war von der Willensbekundung des STV überrascht: „Wir waren froh über die SG und würden gerne weitermachen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir bis zum 31. Mai eine Lösung finden.“ Für ihn ist ein Fortbestand der SG noch nicht ausgeschlossen: „Wir müssen uns jetzt mit den Vorständen zusammensetzen und sehen, ob es noch eine gemeinsame Basis gibt.“

Pikant ist diese Entscheidung auch vor dem Hintergrund der unklaren Zukunft des Katzemer Nysterbach-Stadions. Die Stadt will die marode Spielstätte nicht sanieren, weswegen der SSV Viktoria mittelfristig den Verlust seiner Heimat fürchtet. Denkbar wäre in diesem Fall, dass die Katzemer auf die nur einen Kilometer entfernte Anlage in Lövenich umziehen.

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