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Krefeld: Der Konflikt um den Boltzplatz in Oppum geht weiter

Aus den Stadtteilen : Bolzplatz-Konflikt: Kritik an „Okkupation“

Ruhestörungen und Wildpinkeln beschäftigten einmal mehr die Bezirksverordneten von Oppum/ Linn.

Der Konflikt um den Bolzplatz an der Herbertzstraße beschäftigte am Donnerstag ein weiteres Mal die Bezirksverordneten von Oppum und Linn. Wie berichtet, fühlen sich Anwohner davon gestört, dass die Freizeit Fußball Liga (FFL) an 18 Sonntagen im Jahr dort ihre Ligaspiele austrägt. Obwohl bereits feststeht, dass nach den Sommerferien ein Runder Tisch einberufen werden soll, um die Kontrahenten miteinander ins Gespräch zu bringen und Lösungen zu erarbeiten, schlugen die Wellen erneut hoch.

„Es kann nicht sein, dass die FFL den Platz okkupiert“, sagte Thilo Forkel (CDU). Seine Fraktion forderte die Verwaltung auf, für die rund zwei Monate, bevor der Runde Tisch erstmals stattfindet, dafür zu sorgen, dass auf dem Platz wenigstens die Ruhezeiten eingehalten werden. Außerdem könne es nicht sein, dass die professionell organisierte FFL an fast jedem Sonntag im Sommer den Platz für sich beanspruche. „Der Platz soll für die Kinder und Jugendlichen aus der Nachbarschaft da sein und aus dem Quartier heraus bespielt werden und nicht von Erwachsenen einer Fußballliga“, sagte Heidrun Hillmann (CDU). Für Irritationen sorgte außerdem ein Schreiben des Fachbereichs Jugendhilfe: Forkel hatte angefragt, wie der für den Spiel- und Bolzplatz zuständige Fachbereich die Wildpinkel-Problematik angehen wolle. „Für das Thema des ‚wilden Urinierens‘ ist weder Sport- noch Jugendverwaltung zuständig“, lautete die knappe Antwort. Ob die Verwaltung fachübergreifend das Problem fehlender sanitärer Anlagen lösen will, bleibt offen. Auf dem Bolzplatz halten sich regelmäßig 60 bis 100 Erwachsene auf. FFL-Organisator Daniel Zilleckens hatte gegenüber unserer Zeitung gesagt, es gebe ein bestimmtes Gebüsch auf dem Spielplatz-Gelände, das allen als Toilette diene.

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Helmut Späth (SPD) stellte die Frage in den Raum, ob die Spieltage der FFL nicht als Veranstaltung angemeldet werden müssten. „Jedes Nachbarschafts-Sommerfest muss von der Verwaltung genehmigt werden“, gab er zu Bedenken. „Und hier treffen sich jeden Sonntag an die hundert Erwachsene, ohne dass irgendwas genehmigt ist oder sich irgendwer kümmert.“

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde kritisierten Anwohner, dass die Ruhezeiten nicht eingehalten würden und sie sich von den Ordnungsbehörden bei der Durchsetzung der Ruhezeiten allein gelassen fühlten. Die Bezirksverordneten kritisierten, dass bislang keine Vertreter der Fußballliga die Einwohnerfragestunde genutzt haben, um ihre Anliegen vorzutragen.