Tennis : Schlosspark-Herren gerettet

Tennis-Niederrheinliga: Die Herren des LTK Moyland verlieren am letzten Spieltag knapp gegen den MTV Kahlenberg. Im Fernduell aber schicken die Grün-Weißen den Rochusclub Düsseldorf in die Verbandsliga.

Das Volksfestambiente mit hunderten Besuchern auf der Anlage des Landes-Tennis-Klubs in Moyland scheint die Herrenmannschaft von GW Moyland zum Saisonabschluss ein letztes Mal zu Höchstleistungen bewogen zu haben: Zwar verlor die Mannschaft um Lukas Kepser gegen den MTV Kahlenberg aus Mühlheim mit 4:5, da die Zweitvertretung des Rochusclubs aber nur mit 6:3 gewann, wird Moyland auch in der kommenden Saison in der Niederrheinliga aufschlagen. „Wir sind extrem glücklich über unsere Leistung. Diese Niederlage hat sich wie ein Sieg angefühlt. Vor allem, da ein Sieg zum Greifen nah gewesen ist. Letztendlich ist für uns aber nur wichtig, dass wir den so schwierigen Klassenerhalt geschafft haben“, sagte Spielführer Lukas Kepser, der zu Beginn der Saison dieses Ziel anvisiert hatte, obwohl er seinem Team ein ganz neues Gesicht verpasst hatte.

Dabei stand Moyland eine hoch dekorierte Mannschaft gegenüber, die bis dato gar auf einem starken dritten Rang rangierte. Beinahe hätte das Team um Spitzenspieler Lars Bijsterbosch sogar noch einen Sieg geschafft. Der Niederländer an erster Position verlor gegen einen überragenden Kontrahenten und Landsmann mit 0:6, 3:6. Auch Derk Jorrit ter Maat war mit 3:6, 2:6 unterlegen. Beide Frontspieler des MTV konnten allerdings auch die Leistungsklasse „2“ aufweisen. Das Zwischenergebnis im Rochusclub stimmte die Gastgeber jedoch nervös. Nach den ersten vier Einzeln nämlich führten die Männer aus der Landeshauptstadt mit 4:0 und waren damit auf bestem Wege zu einem Kantersieg. Arjan Pastoors, Jasper Oliver van Kleef und Lukas Kepser brachten die Schlosspark-Herren in Folge dessen zurück ins Spiel. Pastoors siegte an dritter Stelle mit 6:4, 6:4; van Kleef behielt mit 6:1, 6:1 die Oberhand. Auch Vereinstrainer Lukas Kepser zeigte eine überzeugende Leistung, die er mit einem 6:2, 6:0 krönte. „Durch den Zwischenstand aus Düsseldorf wussten wir, dass wir unbedingt auf Sieg spielen müssen. Das war uns dann auch anzumerken“, erklärte Kepser. Simon Siebert hätte im letzten Einzel seine Kollegen gar schon auf die Siegerstraße bringen können. Er verlor allerdings im dritten Satz mit 3:6, 7:6 und 9:11. „Die Dramaturgie war an Spannung nicht zu überbieten. Doch alle haben die Nerven bewahrt und hatten nur den Erfolg im Blick. Die Zuschauer haben uns zudem intensiv unterstützt“, sagte Kepser.

In den Doppelpartien wagten die Hausherren im Anschluss eine besondere Teamkonstellation. „Unsere Doppelaufstellung ist perfekt aufgegangen“, gab ter Maat zu Protokoll. Ins erste Doppel zogen Lars Bijsterbosch und Jasper Oliver van Kleef, die mit 6:4, 6:3 gewannen. Denkbar knapp mussten Pastoors/ter Maat ihren Gegnern zu einem 6:2-1:6-7:10-Erfolg gratulieren. Auch die LTK-Eigengewächse Siebert und Kepser konnten nicht mehr für den dritten Saisonsieg sorgen. Sie gingen mit einer 3:6-2:6-Niederlage vom Court. So lautete das Endergebnis 4:5 aus Sicht der Moyländer, die die Spielzeit nach zwei Siegen und vier Niederlagen nun auf dem vierten Platz beenden und den Viersener HTC und die zweite Mannschaft des renommierten Düsseldorfer Rochusclubs damit in die erste Verbandsliga verweisen. Gegen beide Vereine hatte die sechsköpfige Gruppe zuvor gewonnen. Düsseldorf siegte nämlich parallel vor heimischem Publikum gegen Viersen nur mit 6:3. Bei einem Endstand von 8:1 hätten sie den Klassenverbleib noch geschafft. Nach Siegespunkten sind sie mit den Grün-Weißen nämlich gleichauf. „Erst nach dem Duschen erhielten wir die Nachricht über das Ergebnis im Fernduell. Das Saisonziel zu erreichen, war für uns alle ein großartiges Gefühl“, sagte ter Maat.