Museum Schloss Moyland stellt sein jahresprogramm vor.

Museum Schloss Moyland : Wilhelm Busch und das Hortensien-Fest

Der Schwerpunkt der Moyländer Museumsarbeit soll sich auf Kinder und junge Familie richten, Natur und Kunst in den Mittelpunkt stellen. Der Förderverein des Museums will eine Erlebniswelt im Park schaffen.

Ein gutes Stück Stolz schwingt mit beim stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins Museum Schloss Moyland, Gunnar Ader: Der einst eingerichtete Shuttle-Service bleibt ein voller Erfolg. 7100 Schüler haben die vom Förderverein unterstützten Busse seit 2011 nach Moyland gebracht. 7100 junge Menschen, die das Schloss, seine Bilder und Skulpturen und den Park kennengelernt haben und vor allem ganz viel Spaß an den Angeboten von Museumspädagogin Nina Schulze gehabt haben: Denn die Schüler (und natürlich auch die vielen anderen Kinder) haben an den Kursen der von Schulze erfolgreich organisierten Museumspädagogik teilgenommen.

Die Jungen und Mädchen haben Hase kennengelernt, der durchs Schloss rennt, sie haben mit Corinna Lenzen Bilder auch auf die Haut gemalt, mit Ilka Sulten gezeichnet. Bald können sie mit Lioba Wagner und Gabi Habersetzer, die das Team ergänzen, neue Kurse im Park machen. Die Museumspädagogik wird auch 2019 weiter groß geschrieben im Schloss. Freuen durfte sich auch der Förderverein, der mit seinem jüngst ins Leben gerufenen Club der Museumskids schon 93 neue junge Mitglieder gewinnen konnte.

Jetzt stellte Barbara Strieder als kommissarische Leiterin des Museums das neue Programm für 2019 vor und Frank Ruffing als Vorsitzender des Fördervereins machte neugierig auf die Aktionen, die der Verein plant. Wie die Einrichtung, die den Park für den Club der Kids und für junge Erwachsene besonders attraktiv machen soll. „In der kommenden Sitzung des Fördervereins werden Planer die Erlebnisfläche für junge Menschen vorstellen, die wir im Park einrichten wollen“, so Ruffing. Natürlich steigen wieder das Kräutergartenfest (25./26. Mai) und das Hortensienfest (13./14. Juli).

„Wir wollen unser Profil als Museum mit Kunst und Natur stärken und haben in diesem Jahr vor allem Familien im Blick“, sagt Strieder. Schon im April eröffnet Nina Schulze in den Turmkabinetten eine Ausstellung mit Skulpturen des jungen Viersener Bildhauers Garvin Dickhof, der Kunst aus Klötzchen macht. Da wachsen wie urzeitliche Bauten große Gebilde empor, die sich zu Türmen fügen oder an eine verwitterte Karawanserei erinnern. Der Clou: Wenn Dickhof intuitiv seine Skulpturen baut – aus Tausenden von kleinen Holzklötzchen gestapelt oder aus gefaltetem Papier gesteckte, raumbezogene „Architekturen“ (wie er selbst die Werke nennt) – kann man zugucken. Ab 8. April werden sie in Moyland aufgebaut, die Ausstellung läuft bis 19. Mai. Dazu verspricht Schulze wieder ein Programm mit vielen weiteren Klötzchen, mit denen sich die Museumskids versuchen können, die sich vielleicht auch selber einbauen lassen können, verspricht die Museumspädagogin.

Bei der Ausstellung OIE des Düsseldorfer Bildhauers Erich Reusch geht es bald auch weiter. Schon in der nächsten Woche wird das Fundament für die neue Skulptur von Erich Reusch für Museum Schloss Moyland gegossen, verspricht Alexander Grönert von Schloss Moyland. Dann wird die Skulptur im Innenhof des Schlosses aufgestellt.

Tierische Freunde, Hund und Katze, heißt es schließlich in Kunst-bewegt15. Grönert hat zu dem Thema 160 Werke aus der Sammlung zusammengetragen. Die Sonderausstellung ist dem ersten Cartoonisten gewidmet: Wilhelm Buch als Maler, eine Herzenssache, heißt es ab Oktober.