Park von Schloss Moyland attraktiver durch Hortensien

Neue Sammlung : Moyland lädt ein zum Hortensienfest

Gartenfreunde aufgepasst: Das wird ein Hingucker. Erstmals feiert Schloss Moyland ein Hortensienfest. Am Samstag und Sonntag, 21. und 22. Juli, sind mehr als 470 Sorten des beliebten Blütenstrauchs zu sehen.

Von blassrosa über pink, lila, fliederfarben bis mittelblau reicht das Farbspektrum der Pflanze, die einem neuen Ereignis an Schloss Moyland den Namen gab: Am 21. und 22 Juli findet zum ersten Mal das Hortensienfest statt. Bei freiem Eintritt ist jeder Gartenfreund eingeladen, sich den Moyländer Park in neuer Pracht anzusehen. Mehr als 470 unterschiedliche Hortensiensorten mit insgesamt rund 2000 Pflanzen wurden rund um das Schloss gepflanzt. Außerdem werden besonders große und prächtige Exemplare in Kübeln entlang der Wege präsentiert.

Für Baron von Steengracht ist es ein „erstes Leuchtturmprojekt des künftigen Moyland“, ließ der Ehrenvorsitzende des Fördervereins, Hans Geurts, anlässlich eines Pressegesprächs wissen. Denn der Park soll noch attraktiver werden als bisher, sich künftig das ganze Jahr über besuchenswert präsentieren. Auch wenn die Hortensien ab dem Herbst nicht mehr ganz so eindrucksvoll sein werden.

Schon seit 2014 wird an der Umsetzung der Idee des Unternehmerkreises Hortensie gearbeitet. Christoph Nobis, Pflanzenkulturberater bei der Landwirtschaftskammer, ist absoluter Fachmann für Hortensien. Er berichtete, dass seine Gärtnerkollegen hunderte von Stecklingen zur Verfügung gestellt hätten, die zu kräftigen Pflanzen herangezogen wurden. Zum Beispiel von Moyland-Nachbar Franz Hoenselaar von der Bienenstraße. Den Kontakt zum Museum stellte Bedburg-Haus Bürgermeister Peter Driessen her, der Förderverein stiftete die notwendige Bewässerungsanlage. 2,5 Kilometer Schlauch versorgen schon jetzt das farbenprächtige Entree: Der Weg von der Museumskasse zum eigentlichen Eingang leuchtet derzeit in ungezählten Rosa-und Lila-Tönen. Gepflanzt haben die jungen Gehölze die Gärtner von Freudenberg.

Bei der Auswahl der Sorten ging es laut Johannes Look vor allem darum, alte und vom Aussterben bedrohte Sorten zu erhalten. „Solche, die vermarktungstechnisch nicht mehr so relevant sind , dafür oft umso extravaganter.“ So heißen sie dann zum Teil auch: „Freddy Schenk“ etwa - oder eben „Schloss Moyland“.

Am Festwochenende wird es Garten- und Kunstführungen geben, floristische Präsentationen und Fachvorträge. Einige  Sorten werden auch zu kaufen sein. Die Museumspädagogik lädt zu Blütenexperimenten mit Solarpapier, zur Herstellung von Pop-Up-Karten mit Hortensienblüten und zum Bemalen von Tontöpfen ein. Elmar Mai, bekannt aus der Ratgeber-Sendung „Volle Kanne“ und der „Sendung mit der Maus“, wird praktikable Tipps geben.

Zugang und Programm an beiden Veranstaltungstagen von 10-18 Uhr.