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Weiter Corona-Spaziergänge in Kleve, Geldern, Kevelaer trotz Lockerungen

Corona-Protest im Kreis Kleve geht weiter : Trotz Lockerungen weiter Corona-Spaziergänge

Seit dem 20. März sind die Corona-Maßnahmen deutlich gelockert. Spaziergänger sind trotzdem unterwegs. Politiker warnen vor neuen Verschwörungsmythen.

Am 20. März sind die Corona-Maßnahmen größtenteils gefallen. Noch gibt es teilweise eine Übergangsfrist, aber bald sollen Maske und Abstand nicht mehr nötig sein. Trotzdem gehen die Kritiker der Corona-Maßnahmen weiter auf die Straße, wie die Kreispolizei berichtet.

Die Zahl der Spaziergänger ist aber stark zurückgegangen. Vor einigen Wochen kamen noch 400 Personen nach Kleve, Ende Februar waren es 160, jetzt zogen am Montag noch 120 Menschen durch die Stadt. In Geldern, wo es Ende Februar noch knapp 100 Kritiker gewesen waren, liefen diesmal 60 mit. In Issum und Nieukerk (jeweils 50 Ende Februar) waren mit 38 und 20 Spaziergängern ebenfalls weniger Menschen unterwegs. In Rees (40 Teilnehmer) und Emmerich (31) zählte die Polizei in etwa die gleiche Zahl an Teilnehmern wie vor drei Wochen. Kurios: In Kevelaer kamen mit 26 Spaziergänger exakt so viele wie Ende Februar.

An zwei Orten gab es auch Gegendemonstrationen: Nach Rees kamen 15 Teilnehmer, in Nieukerk zählte die Polizei drei.

„Insgesamt beobachten wir, dass die Zahl der Teilnehmer an den Corona-Spaziergängen sinkt. Wir gehen aber davon aus, dass trotz der Lockerung der Maßnahmen die Proteste noch weitergehen“, so eine Polizeisprecherin. Die Beamten würden weiterhin die Veranstaltungen im Auge haben. Wieder wurden auch Anzeigen gegen Unbekannt gestellt, weil nur der Spaziergang in Kleve angemeldet war.

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Masken brauchen die Kritiker jetzt übrigens nicht mehr zu tragen. Das ist seit dem 20. März nicht mehr nötig.

Die Fraktions-Chefin der Grünen im Land warnt, dass trotz des Endes der Corona-Maßnahmen weiter Verschwörungstheorien im Umlauf seien: „Da werden schon neue Verschwörungsmythen gesponnen, etwa dass der Angriff Russlands nur eine Inszenierung des Westens ist und man von der Schaffung einer neuen Weltordnung ablenken will“, hatte Verena Schäffer gesagt.

(zel)