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Warntag 2020: Am Donnerstag heulen in Kevelaer die Sirenen

Auch die Sirenen heulen am Donnerstag : Lautsprecherwagen am Warntag in Kevelaer im Einsatz

Auch Kevelaer beteiligt sich am bundesweiten Warntag. Allerdings heulen in der Marienstadt nicht nur die Sirenen, es gibt auch direkte Durchsagen per Lautsprecher.

Um 11 Uhr werden am Donnerstag, 10. September, auch in Kevelaer die Sirenen heulen. Schließlich ist dann bundesweiter Test-Warntag. In der Marienstadt sollten sich die Bürger allerdings darauf einstellen, dass auch Wagen mit Lautsprecherdurchsagen unterwegs sind. „Wir werden den Warntag nutzen, um auch diese Anlagen zu testen“, sagt Ludger Holla von der Stadtverwaltung. Die Kommune hatte nämlich Zuschüsse vom Land für das Warnsystem seinerzeit dafür genutzt, um Lautsprecher für solche Fälle anzuschaffen, die oben auf drei Fahrzeugen montiert sind.

Als Teile der Innenstadt vor einiger Zeit wegen einer Bombenentschärfung geräumt werden musste, hatte Kevelaer die Anlagen bereits eingesetzt, um die Bürger aufzufordern, ihre Häuser zu verlassen. Am Donnerstag werden die drei Fahrzeuge jetzt erneut durch Kevelaer fahren, auch in den Ortsteilen werden die Lautsprecher-Wagen unterwegs sein. Aus Sicht der Verwaltung haben die Fahrzeuge den Vorteil, dass per Durchsage auch konkrete Informationen verbreitet werden können.

Das sei gerade in einer Zeit wichtig, in der die Bedeutung der verschiedenen Warntöne bei vielen gar nicht mehr präsent ist. Ein einminütiger Heulton, der auf- und abschwellt, warnt vor Gefahr und ist gleichzeitig der Hinweis, das Radio einzuschalten und auf Durchsagen zu achten. Ein einminütiger durchgehender Ton ist das Zeichen für Entwarnung.

Kevelaer gehört zu den Kommunen, die ihre Sirenen nicht abgebaut haben. „Wir haben unser flächendeckendes Warnsystem erhalten, obwohl es für die Alarmierung der Feuerwehr gar nicht nötig wäre“, so Holla. Die Sirenen sind inzwischen auch ins digitale Zeitalter übernommen worden.