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Sternsinger in Kempen: Propst Thomas Eicker fordert Bürger mit Wette heraus

Sternsinger-Aktion in Kempen : Propst fordert die Bürger mit einer Wette heraus

Es gilt, 24.000 Euro an Spenden zu erreichen — das war die Spendensumme im vergangenen Jahr. Die diesjährige Aktion steht unter dem Titel „Kempen kann’s! Die Sternsinger-Stadtwette“.

Bei den Sternsingern wird in diesem Jahr coronabedingt alles etwas anders laufen als sonst, aber langweilig wird es sicher nicht. So fordert Propst Thomas Eicker die Kempener Bürger heraus: „Ich wette, dass die Sternsinger-Aktion in diesem Jahr einen mindestens so hohen Spendenbetrag erzielen wird wie im vergangenen Jahr, auch ohne dass die Sternsinger an den Türen klingeln.“ Sein Einsatz: Werden die 24.000 Euro aus dem vergangenen Jahr bis zum 10. Januar 2021 nicht erreicht, will Thomas Eicker zusammen mit Bürgermeister Christoph Dellmans (parteilos) und Franz-Josef Trienekens, der als der Kempener St. Martin bekannt ist, in die Gewänder der Heiligen Drei Könige schlüpfen und mit einer Videobotschaft für die Sternsinger-Aktion werben. Ihr Slogan: „Kempen kann’s! Die Sternsinger-Stadtwette“.

Die Aussendungsfeier für die Sternsinger erfolgte per Zoomkonferenz im Internet. Am Kempener Rathaus brachten die Geschwister Anne, Maria und Lenia bereits am Montagvormittag den Segensspruch vorbei. „Es ist eine Ehre, den Segen zu erhalten“, sagte Christoph Dellmans, der dabei erstmals in seinem neuen Amt als Bürgermeister mit einer Spende die Spendenbox füllte.

Zwar werden die Kinder dieses Mal nicht wie sonst verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar von Tür zu Tür gehen, aber wer einen Aufkleber oder einen Kreidespruch haben möchte, kann sich dafür bis zum 8. Januar 2021 anmelden, indem er seine Adresse per E-Mail an sternsinger-kempen@gdg-ktv.de, über Whatsapp an die 0160 3575410 oder bei Facebook unter www.facebook.com/stmariaegeburtkempen als Nachricht schickt. Die Sternsinger – maximal Kinder aus zwei Haushalten – bringen den Segen samt einem Flyer für eine kleine häusliche Segensfeier dann kontaktlos zu Hause vorbei.

 Und natürlich gibt es auch wieder die jährliche Spendensammlung der Sternsinger. „Die Aktion läuft, halt nur anders“, sagt Propst Thomas Eicker. Die Sternsinger von Christ König unterstützen das von der Kempenerin Angela Aretz betriebene Kinderhaus „Arbol de la Esperanza“ in Ecuador. In St. Marien steht das Bildungszentrum Mandacaru in Brasilien im Blickpunkt, und St. Josef hilft der Missionsstation der Oblaten-Gemeinschaft, die sich in Namibia um Aidswaisen kümmert.

„Alle Projekte sind auf unsere Unterstützung angewiesen. Sie rechnen fest mit dem Geld, das vor dem Hintergrund, dass andere Unterstützung bereits weggebrochen ist, umso wichtiger ist“, sagt Ulrike Gerards vom Organisationsteam der Sternsinger von St. Marien.

Wer die Sternsinger mit einer Spende unterstützen möchte, findet nähere Angaben auf der Internetseite der Gemeinschaft der Gemeinden Kempen-Tönisvorst unter www.gdg-kempen-toenisvorst.de unter dem Stichwort Aktionen und dem Reiter Sternsinger. In den Kirchen stehen zudem Spendendosen, und es liegen auch die Segenssprüche zum Mitnehmen aus.