Schützenfest der St.-Stefanus-Bruderschaft Schmalbroich

Schützenfest : Glanzvolle Festtage für König Heinz

Die St.-Stefanus-Schützenbruderschaft Schmalbroich hat nur alle vier Jahre ein Schützenfest. Wenn dann aber gefeiert wird wie in diesen Tagen, gibt es großes Programm. Im Mittelpunkt steht diesmal das Königshaus um Heinz Genneper.

Die St.-Stefanus-Schützenbruderschaft Schmalbroich feiert zwar nur alle vier Jahre Schützenfest, dann aber richtig: Los ging es bereits am vergangenen Mittwoch mit der Beachparty im Festzelt am Goertschesweg, der Kirmesausklang mit Begräbnis des Kirmesmännchens am Freitag, 28. Juni, setzt den Schlusspunkt unter das Mammutprogramm. Am Sonntagnachmittag war eine glanzvolle Parade bei allerschönstem Sommerwetter neben dem Königsgalaball im Festzelt am Abend der Höhepunkt.

Schützenkönig Heinz Genneper erweist sich als furchtloser und feierfreudiger Regent: Er hat keine Angst vor der prognostizierten Hitzewelle: „Das Wetter ist super gut“, sagte er. Auch die Tatsache, dass er jetzt vier Jahre als König unterwegs sein wird, löst in ihm kein Unbehagen aus: „Man lernt immer wieder neue Leute kennen und das ist schön“, meinte er. Außerdem habe er bereits seit 1999 mit dem Gedanken gespielt, einmal Schützenkönig zu werden. Dass er des Repräsentierens müde werden könnte, hält er für ausgeschlossen. Und er hat das Glück, das längst nicht jeder Schützenkönig hat: Königin Barbara, eine in Voesch geborene Spiegels, tickt genauso. Am Samstag präsentierte er seine Königsplakette: Auf ihr sind ein Hobel zu sehen als Symbol für seine Arbeit als Tischler und der heimische Hof. Damit überraschte er seine Frau – die wiederum hält die Festkleider bis kurz vor den entsprechenden Auftritten vor ihm geheim.

Am Mittwoch, bei der Beachparty im Festzelt, kam trotz der Planen mit Impressionen von endlosen Stränden noch kein Südsee-Feeling auf, weil das Wetter sich ganz anders darstellte als auf den Fotodrucken. „Das Zelt war aber trotzdem voll, unter den Besuchern waren viele junge Leute, die sich die Cocktails schmecken ließen“, freute sich Brudermeister Georg Lange. Er ist ohnehin mit dem bisherigen Verlauf des Festes sehr zufrieden.

Am Freitag traf man sich zum Kränzerball im Festzelt. Das Offizierscorps und der Jägerzug absolvierten einen Probemarsch – kein Wunder, lag der letzte doch schon vier Jahre zurück, außerdem waren neue Marschierer hinzugekommen. „Wir haben viele neue Schützen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren dazubekommen“, erklärte Georg Lange.

Am Samstag stand zunächst „Antreten bei Jürgen Thelen“ im Terminkalender der Schützen. Es folgte das traditionelle Maien-Fahren wie immer mit Planwagen. Alleine 31 Kaltblüter waren auf der Straße, hinzu kamen 15 Reitpferde vom Reit- und Fahrverein Schmalbroich sowie fünf aus Ratingen. Unter anderem mit dabei: Schützen aus Wall und Klixdorf, das Trommler- und Pfeiferkorps Schmalbroich und der Musikverein Oedt. Der Zug legte rund sechs Kilometer zurück und er setzte an sieben Stationen insgesamt neun Maien – den ersten bei Brudermeister Lange.

Die Bewohner und Mitarbeiter im Altenheim Von-Broichhausen-Stift am Kempener Krankenhaus freuten sich besonders über den nicht ganz unerwarteten Besuch. Selbstverständlich freuten sich auch die beiden Minister Hans Seyen und Michael Mewissen über ihre Maien. Am Samstagabend legte Hans-Wilhelm Kühnen im Festzelt auf, die rund 500 Besucher hielten sich zunächst lieber unter freiem Himmel auf. Zu später Stunde sollte Ina Colada einen Hauch von Ballermann-Feeling ins Festzelt zaubern. Der König war begeistert: „Die habe ich schon in Stenden gesehen.“

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