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Kita-Betreuung: Kempen erreicht Spitzenwert

Kinderbetreuung : Kita-Betreuung: Kempen erreicht Spitzenwert

Mit einer Versorgungsquote von 53 Prozent bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren liegt die Stadt Kempen kreisweit und in der Region ganz weit vorne. Die Quote ist bei der Ü-3-Betreuung voll erfüllt.

Dass es in Kempen derzeit beim Ausbau der Kita-Plätze hakt, ist vor allem für die betroffenen Eltern, die für ihre Kinder zum 1. August mit einem Betreuungsplatz in einem Kindergarten gerechnet haben, ärgerlich. Immerhin fehlen der Stadt etwa 80 Plätze in der geplanten Interimskita, deren Realisierung – wie berichtet – derzeit fraglich ist. Kein Anbieter von Fertigbaumodulen für eine solche Zwischenlösung an der Stendener Straße in St. Hubert hatte sich auf die Ausschreibung der Stadt Kempen hin gemeldet.

Wie der zuständige Dezernent Michael Klee jetzt im Jugendhilfeausschuss mitteilte, liegt Kempen bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren in einer Kita oder in der Kindertagespflege im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis Viersen und in der Region dennoch an der Spitze. Auch wenn das selbst gesteckte Ziel, für 65 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Alt-Kempen und 60 Prozent der Unterdreijährigen in St. Hubert und Tönisberg einen Betreuungsplatz anbieten zu können, derzeit nicht erreicht werden kann, liegt die Versorgungsquote nach Berechnungen des Jugendamtes insgesamt für diese Altersgruppe bei 53 Prozent. Das wertet Klee als Erfolg. Bei der Betreuung von Kindern über drei Jahren ist die gesetzliche Quote von 100 Prozent voll erfüllt.

Im Bereich der Offenen Ganztagsschule (OGS) werden in den städtischen Einrichtungen und denen von freien Trägern (Fördervereine der Schulen) derzeit 425 Kindern nachmittags bis 16 Uhr betreut. Dies entspricht nach Angaben von Klee im Verhältnis zur Gesamtzahl der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren einer Versorgungsquote von 28 Prozent. Da die NRW-Landesregierung im kommenden Jahr einen Rechtsanspruch auf eine Betreuung für Grundschüler bis zum Nachmittag einführen will, geht das zuständige Kempener Jugendamt schon jetzt von einer steigenden Nachfrage aus. Das bedeutet konkret: An den Grundschulen müssen mehr OGS-Plätze eingerichtet werden, was bei der aktuell zum Teil sehr schwierigen Raumsituation zusätzliche Probleme mit sich bringen wird. Auch dies muss bei der Überarbeitung des Schulentwicklungsplanes für die Grundschulen berücksichtigt werden.