Gemeinde St. Benedikt Grefrath lässt Freiflächen auf Friedhöfen für Insekten herrichten

Auf Friedhöfen : Kirche schafft Lebensräume für Insekten

Gemeinde St. Benedikt lässt Freiflächen auf Friedhöfen herrichten. Bienenzüchter sind sehr erfreut.

(al) Die Katholische Kirchengemeinde St. Benedikt als Träger von drei Friedhöfen möchte einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten. Die Art und Weise, Friedhöfe als letzte Ruhestätte zu pflegen, befindet sich in einem stetigen Wandel. Das zeigt sich insbesondere darin, dass der Trend zu kleineren, pflegeleichten – teilweise sogar pflegefreien – Grabstellen in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen hat. Mehrstellige Gräber sind längst nicht mehr gefragt und werden auch nicht nachgekauft. Dadurch ergeben sich viele freie Flächen.

Bereits im vorigen Jahr hat der Oedter Friedhofsgärtner auf auslaufenden Grabstellen Wildblumensamen ausgesät. „Das kam bei den Friedhofsbesuchern sehr gut an“, sagt Karin Spettmann von der Friedhofsverwaltung. Deshalb lässt die Kirchengemeinde dieses Jahr auch auf dem Vinkrather Friedhof freie Grabstellen erblühen.

Auch auf dem Mülhausener Friedhof sorgt die Gemeinde dafür, dass eine nicht genutzte Fläche im hinteren Teil des Friedhofes für Bienen und andere Insekten entsprechend hergerichtet wird. Darüber ist auch der Bienenzuchtverein Oedt und Umgebung von 1947 sehr erfreut, mit dem die Kirchengemeinde diesbezüglich in Kontakt steht. Einige Bienenstöcke befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Mülhausener Friedhof. Sie liegen somit genau im Flugradius der „Honigproduzenten“ und bieten eine zusätzliche Nahrungsfläche.