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Kamp-Lintfort: „Mein Ehrenamt hilft mir für mein Leben“

Kirche in Kamp-Lintfort : „Mein Ehrenamt hilft mir für mein Leben“

Der 21-jährige Luca Rusch aus Kamp-Lintfort engagiert sich seit vielen Jahren für die Gemeinde St.Josef. Das Bistum Münster erneuert sein Ehrenamtsportal.

r ). Drei Jahre lang hat er die Messdiener von St. Josef in Kamp-Lintfort geleitet, die 72-Stunden-Aktion vor Ort mitorganisiert, im Pfarreirat vertritt er die Anliegen der Gemeinde – doch für all diese Arbeit bekommt Luca Rusch keinen Cent. Der 21-jährige Kamp-Lintforter setzt sich mit ganzer Energie ehrenamtlich für die Kirche ein.

Damit ist er einer von vielen, die der Kirche im Bistum Münster ein Gesicht geben. Weitere Beispiele sind auf dem neuen Ehrenamtsportal des Bistums unter den Kurzlink https://t1p.de/46bf zu finden, das im Dezember online gegangen ist. Dort werden Frauen und Männer vorgestellt, die sich mit ihren Fähigkeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen der Kirche engagieren. Das reicht von der Arbeit in Büchereien über die Leitung von Jugendgruppen bis hin zum Begräbnisdienst, den sie in ihren Pfarreien leisten. Friederike Bude vom Fachbereich Pastoralentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat erklärt: „Mit dem neuen Portal möchten wir die Menschen, die sich in unserem Bistum freiwillig engagieren, in ihrem wichtigen Dienst stärken und andere ermutigen, sich mit ihrem Können und Wissen einzubringen. Die Beispiele im Portal zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, sich unabhängig von Alter, Beruf oder Geschlecht aktiv am Geschehen zu beteiligen.“

Für den 21-jährigen Luca Rusch ist es wichtig, dass auch seine Meinung eine Rolle spielt und er gehört wird. Der Student der Kommunikationswissenschaften hat festgestellt, dass sein Ehrenamt direkt Auswirkungen zeigt „Es hilft mir auch für mein Leben und mein Studium“, betont er. Durch seinen Dienst hat er schon früh eigene Stärken, zum Beispiel sein Organisationstalent, kennengelernt. „Viele Projekte machen wir in den jeweiligen Gruppen von uns aus und können selbst entscheiden, ohne dass wir erst zum Beispiel beim Pfarrer um Erlaubnis fragen müssten“, erklärt er.

In den vergangenen beiden Jahren hat er in Kranenburg gelebt – wegen der Nähe zur Universität Nijmegen, an der er studiert. Aufgrund er Pandemie ist er nach Kamp-Lintfort zurückgekehrt, das Studium absolviert er online. „In den zwei Jahren konnte ich mich nicht mehr so intensiv dem Ehrenamt hier widmen, jetzt merke ich, dass ich das vermisst habe“, sagt Rusch. Sein Wissen und seine Erfahrungen gibt er künftig weiter.

Derzeit hospitiert er beim Regionalbüro West, wo er künftig die Ausbildung ehrenamtlicher Leiter von Jugendgruppen unterstützen wird. „Ohne Ehrenamt würde Kirche nicht funktionieren, gerade in der Jugendarbeit wird das, was sie ausmacht, insbesondere von Ehrenamtlichen geleistet.“

Hinweis Der Link zum Ehrenamtsportal: https://t1p.de/46bf