Veranstaltungsreihe in Kamp-Lintfort Kultursommer mit neuer Spielstätte

Kamp-Lintfort · Mit Akustikpops von Nana Forest und Drummer Stefan startete die Reihe erstmals auf dem Quartiersplatz im Zechenpark. Das Konzert kam gut an.

 Der Quartiersplatz war gut gefüllt, als Nana Forest zur Gitarre griff und die ersten Lieder spielte. Unterstützt wurde sie von Drummer Stefan, der zusätzlich mit Cajons, den Kistentrommeln, für den eingängigen Sound sorgte.

Der Quartiersplatz war gut gefüllt, als Nana Forest zur Gitarre griff und die ersten Lieder spielte. Unterstützt wurde sie von Drummer Stefan, der zusätzlich mit Cajons, den Kistentrommeln, für den eingängigen Sound sorgte.

Foto: Norbert Prümen

Zum wiederholten Mal zeigte sich der Quartiersplatz im Kamp-Lintforter Zechenpark von seiner geselligen Seite. Auf der Fläche zwischen Förderturm und Fördergerüst machte sich ein Festivalgefühl breit. Der Kultursommer der Hochschulstadt legte dort mit dem ersten Auftritt los.

Die junge Musikerin Nana Forest bescherte zu einem lauen Sommerabend die passende Musik. Für Norbert Knabben (Agentur Kanon), der in Kooperation mit der Stadt und Sponsoren den Kultursommer organisiert, war es ein gelungener Start. „Wir haben das Programm verjüngt. Mit Nana Forest wollen wir jüngeres Publikum ansprechen. Sie kommt aus München und ist die erste Musikerin, die aus solch einer Entfernung angereist ist“, so Norbert Knabben.

Der Kultursommer ist um eine Spielstätte reicher geworden. „Mit dem Zechenpark, dem Stephanswäldchen und dem Terrassengarten haben wir ein Veranstaltungsdreieck“, so Knabben. Aus den verschiedenen Ecken des Zechenparks strömten die Menschen. Auf mitgebrachten Picknickdecken und Stühlen richteten sie sich gemütlich ein. Aus Sack und Pack holten sie gekühlte Getränke heraus, ließen sich kleine Leckereien schmecken.

Der Platz war gut gefüllt, als Nana Forest zur Gitarre griff und die ersten Lieder spielte. Unterstützt wurde sie von Drummer Stefan, der zusätzlich mit Cajons, den Kistentrommeln, für den eingängigen Sound sorgte. Bekannte Ohrwürmer wie „Dancing in the moonlight“ oder „Oh, Champs Élysées“ stimmte sie an, wie legendäre Beatles-Songs „Let it be“, die sie völlig neu und facettenreich interpretierte.

Eigentlich war der Auftritt mit Singer-Songwriterin Caitlin Dalton geplant, die krankheitsbedingt absagen musste. Für die gebürtige Essenerin wäre es ein Heimspiel geworden. Beide Singer-Songwriterinnen touren des Öfteren zusammen und begeistern ihr Publikum. Aus dem Trio wurde daher ein Duo.

„Ich habe noch überlegt, die drei Acts umzustellen, es aber dann so gelassen“, erzählte sie. „Die Kulturreihe zu eröffnen, ist für mich ein besonderer und wunderbarer Moment“, so Nana Forest, die mit dem Zug angereist war. Mit ihren Coversongs sorgte sie für gute Stimmung und den entsprechenden „Wumms“, der diesem Abend Flair verlieh. Im Gepäck hatte sie ebenfalls eigene Songs wie „Show me your scars“ oder ihre jüngste Single „Daydream“. In „scars“ beschreibt sie eine Begegnung mit einem Mädchen, das sich an den Unterarmen selbst verletzt hat. Die Zeile: „Zeig mir deine Wunden, damit ich weiß, wer du bist“, steht für sie für die Suche nach den Menschen hinter der Fassade, weg von der Oberflächlichkeit.

Nach etlichen Coversongs, die sie in ihrem Stil neu interpretiert, hat Nana Forest in Coronazeiten aber auch angefangen, eigene Lieder zu schreiben, die sie auch bei ihren Straßen-Gigs singt. Mit ihrem Debüt als Singer-Songwriterin hat sie für noch mehr Aufmerksamkeit in der Szene gesorgt und erste Preise eingeheimst.

Die Halbfranzösin Nana Forest spielt seit dem 16. Lebensjahr Gitarre. Im Profilager ist sie noch nicht, sondern beruflich (noch) im Bereich Marketing zu Hause, wie sie verriet. Für Besucherin Insa Stürmer und Freundin Sabine war das Konzert ein gelungener Auftakt mit eingängiger Musik am richtigen Platz. „Ich habe bereits im Netz nach Nana Forest gegoogelt und mir ihre Musik angehört. Ein Abend, der sich richtig lohnt. Wirklich umsonst und draußen. Supertoll“, erzählte Insa Stürmer.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen des Kamp-Lintforter Kultursommers im Stephanswäldchen, Terrassengarten vom Kloster Kamp und im Zechenpark ist kostenfrei. Für Getränke und ein Imbiss ist gesorgt. Insgesamt stehen sechs Veranstaltungen auf dem Programm. Am Samstag, 23. Juli, 19 Uhr, geht es im Terrassengarten weiter. Das Quintett spielt mit Reinhard Küpper, Hans-Peter Schüller, Ronald Wildering, Vincent van Elferen und Ad van Beerendonk New Orleans Jazz. Flyer liegen aus.

Der Kultursommer wird gesponsert von den Stadtwerken, der Galerie Schürmann, der Sparkasse Duisburg und der Golfanlage Am Kloster Kamp. Weitere Informationen gibt es im Netz unter www.kamp-lintfort.de

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