CDU-Stadtverband Hückelhoven nominiert Bernd Jansen zum Bürgermeister-Kandidaten

CDU-Stadtverband Hückelhoven wählt : Bernd Jansen zum vierten Mal Bürgermeister-Kandidat

95 von 99 Mitgliedern votierten im CDU-Stadtverband für Bernd Jansen. Dieter Geitner hört nach 31 Jahren im Rat auf.

Für 100 Prozent reichte es nicht: Bei vier Nein von 99 Stimmberechtigten hat der CDU-Stadtverband Bürgermeister Bernd Jansen als Kandidaten für dieses Amt gewählt. Es ist die vierte Kandidatur des 53-Jährigen (verheiratet, vier Kinder) aus Ratheim. „Wir wollen die Stadt nicht neu erfinden, sondern bauen auf dem Fundament weiter, das wir in den letzten 20 Jahren selbst gelegt haben“, sagte er.

Landtagsabgeordneter und Ratsmitglied Thomas Schnelle unterstrich ebenfalls, die Erfolge in der Stadt unter Bernd Jansen und Werner Schmitz seien mit der Arbeit der CDU verknüpft. Drei Ratsmitglieder kandidieren nicht mehr, informierte er. Max Freiherr Spies von Büllesheim bleibe als Vertreter eines Direktkandidaten auf Stadt- und Kreisebene aktiv, scheide aber als Stadtverordneter aus. Für ihn hat der Ortsverband Ratheim Johannes Esser nominiert. Winfried Terbrüggen, der 26 Jahre als Ur-Schaufenberger seinen Ortsteil im Rat vertrat, will seinen Ruhestand genießen, als Nachfolger ist Kay Krause nominiert. Ganz besonders dankte Schnelle Dieter Geitner, der nach 31 Jahren abtritt. Er war Vorsitzender des Bauausschusses, Fraktionsvorsitzender und seit 2004 erster stellvertretender Bürgermeister. Daniel Reichling hat der Ortsverband Hückelhoven für seinen Platz im Rat nominiert. Nicht zuletzt erwähnte Thomas Schnelle den früh verstorbenen Heinz-Egon Holländer, der vielleicht gern kandidiert hätte. Ihm zum Gedenken erhoben sich alle.

Der aktuelle und designierte Bürgermeister Bernd Jansen nannte die Garanten für ein Prosperieren der Stadt: Solidität, Solidarität, Schaffenskraft, Teamgeist, außergewöhnliches Wachstum und eine solide Finanzlage. In den Wahlkampf zieht er mit dem Slogan „Hückelhoven begeistert“. Von 70 Millionen Investitionen fließen zehn Millionen in den Neubau der Grundschule Hilfarth und den Asbau der OGS an drei Schulen. „Im Kindergartenbereich haben wir Großes geleistet“, fuhr Jansen fort. 356 Kita-Plätze wurden seit 2009 geschaffen, mit aktuellen Projekten werden es 591 neue Plätze sein. Seit 1996 zogen 4000 neue Einwohner in Hückelhoven ein. „Im Stadtkern wurden 300 neue Wohnung gebaut, von sozial gefördert bis hochpreisig. Rund 300 neue Baugebiete entstanden in den Ortsteilen“, bilanzierte Jansen. Dazu Nahversorger und Senioreneinrichtungen.

Hückelhoven verzeichne 4500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mehr als vor der Zechenschließung, vom Logistikunternehmen bis zu High-Tech-Firmen und Start ups. Die 4000 Gratis-Parkplätze nannte Jansen als Alleinstellungsmerkmal der Stadt und verwies auf rund 8000 Neuzulassungen an Fahrzeugen. „Wir wollen den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, aber die Menschen verhalten sich anders“, merkte er an. Die Verwaltung sei Dienstleister mit Seniorenberatung, Ehrenamts-Koordinatorin und Klimamanager. 8000 Fälle hat die Problem- und Ideenanlaufstelle bearbeitet. „Wir versuchen, das Gesicht der Stadt zu prägen – eine Industrie und Einkaufsstadt mit hoher Aufenthaltsqualität.“