Podiumsdiskussion "Jugend trifft Politik" am 13. März 2020 im Katho Hückelhoven

Diskussion im Katho Hückelhoven : „Jugend trifft Politik“ lebt wieder auf

Der Jugend eine Stimme geben und die Chance, mit Politikern ins Gespräch zu kommen, das wollen die Organisatoren der Podiumsdiskussion „Jugend trifft Politik“. Um Jugend- und Umweltthemen dreht sich alles am 13. März.

Im Jahr der Kommunalwahl lebt ein Projekt wieder auf, dass es im Jugendzentrum St. Lambertus vor zehn Jahren schon einmal gegeben hat: „Jugend trifft Politik“ soll das Bewusstsein der Jugendlichen stärken, dass auch sie ihre Wünsche äußern können und von der anderen Seite her bewirken, dass die Politik ihren Blick auf die Jugend richtet. „Es ist uns enorm wichtig, dass die Jugend eine Stimme bekommt in der Stadt“, unterstrich Jacqueline Küppers, die seit April das Katho leitet. Weitere Organisatoren der Podiumsdiskussion im Jugendzentrum am 13. März, 17.30 Uhr, sind der Jugendbeauftragte für die Region Heinsberg, Felix Eicke, und Juliane Schmitt.

„In Gesprächen mit den Jugendlichen fällt auf, dass sie sich interessieren für die Umwelt und Hückelhovener Themen“, sagte Jacqueline Küppers. Dass sie ab 16 Jahren schon bei Kommunalwahlen mitwählen können, sei ihnen so nicht bewusst. Viele wüssten wenig davon, wie Politik funktioniert. Nun bekommen sie die Chance zum direkten Austausch mit Politikern, was in Vortreffen vorbereitet wird. „Wir wollen bei den Politikern in den Blick rücken, welchen Stellenwert Jugendarbeit haben sollte“, ergänzte Felix Eicke. Die Frage an die Politiker sei, was sie für die Jugend tun wollen: „Was springt für die Jugend raus? Wir lassen Euch von den Politikern erklären, was sie Euch an Plus bringen.“

Eingeladen sind Vertreter der CDU, SPD, der Grünen und Linken, darunter haben CDU-Landtagsabgeordneter Thomas Schnelle und Vizebürgermeisterin Andrea Axer sowie der Grünen-Bürgermeisterkandidat Hubert Minkenberg bereits zugesagt. Bürgermeister Bernd Jansen, der den Jugendlichen auch wichtig gewesen wäre, ist wegen einer anderen Veranstaltung verhindert. Willkommen sind zudem Vertreter des Jugendamtes, des Kirchengemeinde-Verbandes, Eltern und Besucher und Besucherinnen des Jugendzentrums Katho und der Jugendkirche „Factory Church“ sowie des evangelischen Jugendzentrums „Rainbow“. Die Jugendlichen werden die Podiumsdiskussion selber leiten.

Mit der Alternative für Deutschland wollen sich die Organisatoren und Jugendlichen separat in einem geschützten Rahmen auseinander setzen. „Wir haben uns bewusst gegen die AfD entschieden, denn sie stimmt nicht mit den Werten überein, die wir in unserer Konzeption tragen“, erklärte die Leiterin des Katho. „Es geht darum, dass jeder bei uns willkommen ist, gerade bei der bunten kulturellen Vielfalt in den Jugendgruppen“, fügte Felix Eicke an. „Da ist es schwierig, einer Partei eine Bühne zu bieten, um populistische Aussagen zu vertreten.“ Dass insgesamt unterschiedliche Gäste eingeladen wurden, zeige den Jugendlichen: „Kommunalpolitik bedeutet auch, mit ganz verschiedenen Akteuren in einem Raum zu sein.“

Jugendliche sind nicht nur interessiert, sondern zeigen auch Bereitschaft, etwas zu tun. „Umwelt im Alltag ist bei uns ein großes Thema“, so Jacqueline Küppers. „Bei der 72-Stunden-Aktion war den Jugendlichen ganz wichtig, mitzumachen.“ Sie waren im Vorjahr fleißig bei einer Müllsammel-Aktion an der Rur, die auch in diesem März wieder durchgeführt werden soll. Hier war ebenfalls die Jugendkirche stark vertreten. Jugendbeauftragter Felix Eicke findet es „spannend, dass da wirklich Zug hintersteckt mit Langzeitwirkung. Die Jugendlichen merken, dass sie auch wirksam sind“.