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Düsseldorf: Zwischen Karneval und Rummel bei KG Tills Freunde

Karneval in Düsseldorf : Zwischen Karneval und Rummel

Die KG Tills Freunde lus zum Kinderkarneval in den Rheingoldsaal ein. Zu Gast war das Kinderprinzenpaar, außerdem gab es jede Menge Abenteuer für die jungen Narren.

Ein Clownsgesicht, das von vielen Luftballons umrahmt wird, hat Sammy gemalt: „Ein Clown gehört einfach zum Karneval“, findet der Sechsjährige, der selbst aber keine rote Nase trägt oder weite, bunte Pumphosen. Er ist als frecher Pirat zur Karnevalsparty der KG Tills Freunde gekommen und sitzt gerade am Maltisch. Denn die Party im Rheingoldsaal der Rheinterrasse ist nicht ganz so streng beim Ablauf der jecken Tradition: Sie verbindet vielmehr Karneval und Rummel und bietet eine ganze Menge Spaß für die jungen Besucher.

„Wir haben auf der Bühne und im Saal Spiele-Stationen, vom Entenangeln bis Brezel-Wettessen vorbereitet, dazu gibt es einen Mal- und einen Kostüm-Wettbewerb“, sagt Christina Nolte, Sprecherin der KG Till’s Freunde. Zu kurz kommt der Karneval aber nicht bei Till’s Freunden. Hinter der Standarte des Kinderprinzen-Paares Maximilian I. und Venetia Jule I. zieht das närrische Gefolge durch den Saal und bekommt dafür viel Applaus vom Publikum. Till’s-Freunde-Präsident Josef Neef lässt es sich nicht nehmen, die Ehrensenatoren, darunter Bürgermeister Friedrich Conzen und Konditor Richard Heinemann, gebührend zu begrüßen. „Endlich ist es soweit, für uns beginnt jetzt die schönste Zeit“, proklamieren Maximilian I. und Jule I., in schönster Harmonie. Doch kurz darauf geraten beide um ein Mikrofon, das zweite bereitete anfangs Probleme, fast in Streit. Aber dann loben sie sich gegenseitig in gereimter Form und in höchsten Tönen, und als Maximilian I. über seine Venetia als „wirklich schöne Maid“ ins Schwärmen gerät, ist der Friede unter den Tollitäten definitiv wiederhergestellt.

Lena Felder, die den närrischen Nachmittag moderiert, gibt alsdann die Bühne frei, damit Vampire, Indianer, Prinzessinnen, Römer, Polizisten, Feen, Punks und Piraten spielerisch Dampf ablassen können beim Spiele-Marathon. Ganz hoch im Kurs an diesem Nachmittag: Dosenwerfen und Entchen-Angeln. Für Polizist Benedikt eine Herausforderung: „Ich habe es sogar mal geschafft, zwei an den Haken zu bekommen“, berichtet der Sechsjährige. Ruhiger geht es am Maltisch zu, wo Pirat Sammy nicht allein sitzt: Plakativ, sehr akkurat in bunten Buchstaben, hat Lara das Wort Karneval gemalt, darunter ein Dreieck. „Das wird die Rheinbrücke als Wahrzeichen von Düsseldorf“, sagt die Neunjährige, die anschließend ihr Werk einer Jury präsentiert.

(schk)