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Marcus John: „So positive Dinge wie die Zeit bei Turu behält man gerne“

Fußball-Oberliga : „So positive Dinge wie die Zeit bei Turu behält man gerne“

Marcus John war von 2003 bis 2005 Kapitän von Turus Oberliga-Fußballern. Jetzt kehrt der 45-Jährige als Trainer der SSVg Velbert zurück ins Stadion an der Feuerbachstraße (Sonntag, 14.15 Uhr).

Herr John, erinnern Sie sich noch an die Spieler der Turu-Elf, mit der Sie damals in die Oberliga Nordrhein aufgestiegen sind?

John (antwortet sofort) Guido Marotta, Dirk Riechmann, Ralf Skrobisch, Uwe Hagemes, Roald Kahl, Andreas Kusel, Steffen Herzberger. Trainer war Demir Hotic, der als Spieler 1991 mit dem 1. FC Kaiserslautern Meister und Pokalsieger geworden war.

Alle Achtung für Ihr Gedächtnis.

John Ja, so positive Dinge wie die Zeit bei Turu behält man halt gerne. Und nicht nur das Sportliche war damals erfreulich. Ich habe dort meine Frau kennengelernt, mit der ich heute verheiratet bin.

In Erinnerung ist bestimmt auch ihre schwere Verletzung geblieben.

John Ja, wenn ich zum Beispiel lange gestanden habe, schmerzen die Narben. Auch die gebliebene Bewegungsunfähigkeit meiner Zehen stört manchmal.

Erzählen Sie, was damals geschah.

John Es ist am 18. Januar 2004 im Pokalspiel in Wersten passiert. Kurz vor der Pause lief ich mit dem Ball am Fuß zentral auf das Tor zu. Ein Abwehrspieler grätschte von der Seite hinein und brach mir das Schien- und Wadenbein. Im Krankenhaus wurden die Knochen mit sieben Nägeln zusammengefügt. Meine Karriere als Fußballer war damit beendet.

Einige Jahre später begann Ihre Trainerlaufbahn. Seit kurzem sind Sie bei der SSVg Velbert. Wie sieht es dort aus?

John Seit ich da bin, haben wir sechs Siege geholt und zweimal verloren, davon einmal gegen meinen Ex-Verein aus Straelen. Im Niederrheinpokal haben wir gegen den Drittligisten MSV Duisburg gewonnen und stehen im Viertelfinale.

Was erwarten Sie am Sonntag?

John (lacht) Wir wollen unsere Bilanz ausbauen – und Turu wird etwas dagegen haben.