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VfB Hilden verliert in der Oberliga 0:2 bei Turu Düsseldorf

Fußball : VfB-Jungkur wirkungslos gegen Turu

In Düsseldorf setzt Hildens Trainer Marc Bach auf seine Youngster und stellt eine junge Mannschaft auf den Platz. Trotz einer starken ersten Halbzeit hapert es vor dem gegnerischen Tor. Turu nutzt dann die gegnerischen Fehler aus.

In der Vorwoche hatten die Oberliga-Fußballer des VfB Hilden mit dem 4:2-Heimsieg gegen den TSV Meerbusch noch einen guten Schritt aus der Gefahrenzone heraus gemacht, doch am gestrigen Sonntag musste sich das Team von Trainer Marc Bach beim Tabellennachbarn Turu Düsseldorf mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. „Das ist für uns maximal enttäuschend. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, machen aber leider die Tore nicht. Und am Ende bestrafen uns die Düsseldorfer. Das ist ein Spiel, das du eigentlich nicht verlieren darfst“, sagte Bach.

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage im Niederrheinpokalfinale bei der SSVg Velbert am Mittwochabend hatte der VfB-Coach seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert: Kapitän Stefan Schaumburg klagte über Probleme am Fuß und konnte nicht mitwirken. Dafür war Angreifer Pascal Weber aber wieder einsatzbereit, der unter der Woche wegen einer Erkältung pausiert hatte. Darüber hinaus ersetzte Bach in der Defensive Simon Metz durch den erst 20-jährigen Serdar Ogün. Insgesamt stellten die Hildener in Düsseldorf mit den erst 19-jährigen Nick Sangl, David Szewczyk und Oliver Krizanovic eine extrem junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von knapp über 22 Jahren aufs Feld. „An den Jungs hat es aber definitiv nicht gelegen“, sagte Bach.

Auf dem Naturrasenplatz an der Düsseldorfer Feuerbachstraße machten es die Hildener im Grunde gar nicht schlecht und hatten auch direkt die erste Gelegenheit des Spiels: Sangl hatte sich auf der linken Seite schön durchgesetzt und das Leder scharf ins Zentrum gebracht. Doch dort verpassten zunächst Krizanovic am kurzen und hinterher dann auch Weber am langen Pfosten den Ball knapp (5.). „Da erwarte ich dann aber auch, dass da einer mal reingrätscht. Der Ball muss irgendwie über die Linie“, monierte Bach. Auch in der Folge blieben die Gäste tonangebend, aber vor dem Turu-Gehäuse zu harmlos.

So wollte es Fabio di Gaetano kurz vor dem Pausenpfiff etwas zu schön machen, als er sich von der Strafraumgrenze in guter Schussposition für einen Schlenzer entschied, anstatt den Ball mit Wucht auf das Düsseldorfer Tor zu bringen. So war der Schuss für Turu-Keeper Maksimiljan Milovanovic kein Problem (45.). Zuvor hatten die Hildener bereits einen weiteren herben Rückschlag hinnehmen müssen, denn Mittelfeldmann Szewsczyk musste nach einer halben Stunde mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden, die auf den ersten Blick Schlimmes befürchten ließ. „Das sah wirklich gar nicht gut aus. Wenn es wirklich etwas Ernstes ist, dann wäre das für uns natürlich noch einmal dramatischer als die Niederlage“, sagte Bach.

Im zweiten Durchgang kam es für den VfB schließlich knüppeldick: Nach einer knappen Stunde kam Turu vor das Gehäuse von Hildens Keeper Marvin Oberhoff, spielte den Ball noch einige Male ohne große Gegenwehr der Gäste quer und netzte dann zum 1:0 ein (57.). „In so einer Situation geht es darum, das eigene Tor mit Herz und Leidenschaft zu verteidigen. Das haben wir nicht gemacht und mussten dann hinterherlaufen“, erklärte Bach.

Auch beim Düsseldorfer 0:2 stellten sich die Gäste nicht gut an, denn der Treffer fiel nach einem Hildener Freistoß. Den Ballgewinn nutzte Turu für einen Konter und sorgte damit praktisch schon für die Vorentscheidung (73.). Damit nicht genug, sah Hildens Topscorer Talha Demir in der Schlussphase wegen wiederholten Foulspiels auch noch die Gelb-Rote Karte (81.) und wird dem VfB damit auch nächste Woche im wichtigen Heimspiel gegen den SC Velbert fehlen.

In der Tabelle mussten die Hildener Turu nach der Niederlage passieren lassen und sind mit 17 Zählern nun nur noch Elfter. „Die Jungs machen leider immer einen Schritt zurück, wenn wir die Möglichkeit haben, uns mal richtig von unten abzusetzen“, sagte Bach. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt noch sechs Punkte. Die Partie gegen den Tabellendrittletzten Velbert am kommenden Sonntag könnte für den VfB daher richtungsweisend werden.