Leichtathletik: Annkathrin Hoven greift nach einer Medaille

Leichtathletik : Annkathrin Hoven greift nach einer Medaille

Die ART-Leichtathletin fährt mit Optimismus zur Deutschen Meisterschaft nach Ulm. Dort starten auch Lea Dreilich (ART) und Frederike Schütte (TVA).

Für Annkathrin Hoven standen zuletzt viele Prüfungen auf dem Programm. Schulisch hat die Siebenkämpferin ihre Laufbahn mit dem Abitur abgeschlossen und setzt ihren Bildungsweg künftig an der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln fort. Den dazu berechtigenden Aufnahmetest hat Hoven mit Bravour bestanden. Am Wochenende wartet nun die nächste Herausforderung auf die ART-Athletin. Bei der Deutschen Mehrkampf-Meisterschaft (U18/U20) im Ulmer Donaustadion plant Hoven den Angriff auf die Medaillen.

Mit 5276 Punkten rangiert die Düsseldorferin auf dem zweiten Platz der Meldeliste, in Gesellschaft von der absoluten Top-Favoritin Johanna Siebler (LC Überlingen/5571 Punkte) und Lara Kohlenbach vom Königsteiner LV (5144 Punkte). „Ich denke, dass wir Drei den Titel unter uns ausmachen werden“, mutmaßt Hoven mit zurückgewonnenem Selbstbewusstsein. Denn die Saison verlief für die angehende Lehramt-Studentin weder einfach, noch nach Plan. Im Winter holte Hoven bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Sindelfingen zwar mit starken 6,05 Metern Weitsprung-Bronze, verpasste anschließend aber als Gesamt-Vierte eines der erhofften drei Tickets für die EM in Boras/Schweden. Zu allem Überfluss verletzte sich Hoven bei dem Ausscheidungswettkampf. „Die Quali kam sehr früh. Körperlich-technisch hätte ich im Nachhinein wohl mehr Vorlaufzeit benötigt. Der Muskelfaserriss hat mich dann zurückgeworfen“, reflektiert die Allrounderin.

Viel Zeit, um die nötige Sicherheit in den Wettbewerben bis zur Deutschen Meisterschaft in den Einzeldisziplinen (ebenfalls in Ulm) zurückzugewinnen, gab es für Hoven nicht. Dennoch hatten die drei ungültigen Versuche im Weitsprung einen sehr positiven Effekt. „Ich bin bei jedem Versuch schneller gewesen und habe wieder mehr Zutrauen gewonnen“, erklärt Hoven. Nach den schulischen Aufgaben kann die Mehrkampf-Prüfung für den Schützling von Ralf Jaros also kommen. „Ich bin schmerzfrei und mental bereit!“

Ihre aufstrebende Teamkameradin Lea Dreilich startet in der U18-Riege. Die 16-Jährige hat sich bei den Ruhr Games in Duisburg zur NRW-Vizemeisterin gekürt (5.70 Meter im Weitsprung).

Frederike Schütte vom TV Angermund komplettiert das rheinische Trio. Bei den Nordrhein-Meisterschaften in Mönchengladbach erzielte Schütte den dreifachen Bronze-Coup (u.a. 11,23m im Kugelstoßen). Bei den Regionsmeisterschaften in Dormagen siegte sie im Weitsprung mit 5,93 Meter. Die Herausforderung Ulm folgt.

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