Fußball: Dem SC West gehen die Spieler aus

Fußball : Dem SC West gehen die Spieler aus

Für das Spiel am Sonntag in Speldorf wollen die Trainer Akteure aus der zweiten Mannschaft berufen.

Das sehr deutliche Ergebnis lässt es nicht vermuten, doch der 4:1-Derbysieg des Fußball-Landesligisten SC West beim Lokalrivalen Schwarz-Weiß hatte durchaus Züge eines Drahtseilaktes. Nach wackeligem Beginn mit hochklassigen Torchancen für die Gastgeber, mussten die Oberkasseler zunächst einmal ihr Gleichgewicht finden und Stabilität erlangen. Leichtfüßig zeigte sich dann aber Maciej Zieba, als er seinen Bewachern gleich zweimal enteilte. Sowohl bei der 1:0-Führung wenige Sekunden nach Wiederbeginn, als auch bei seinem sehenswerten Solo vom Mittelkreis zum 4:1-Endstand. Da der Edeltechniker seine ganze Klasse. Dementsprechend durfte sich das Trainer-Duo Marcel Bastians und Markus Kay über einen gelungenen Saisonstart freuen.

Doch zu beneiden sind die Coaches zumindest hinsichtlich der problematischen Personalsituation nicht. Nachdem sich bereits Zugang Miles Adeoyse in der Generalprobe mit einer Oberschenkelverletzung krank meldete, zog sich Rückkehrer Abdelkarim Afkir bei der Meisterschaftspremiere nach einem rüden Tackling einen Außenbandriss zu. Vor dem Hintergrund, dass Abwehrchef Rico Weiler, Flügelflitzer „Sang“ Jeong und Stürmer Andrej Hildenberg im Urlaub sind sowie Dino Salkovic und Ismail Cakici aus privaten Gründen fehlen werden, stehen den Trainern für die nächste Partie am Sonntag beim VfB Speldorf nur elf Feldspieler zur Verfügung.

„Wir müssen auf Unterstützung aus der Zweiten bauen. Zugang Kevin Lobato vom DSC 99 habe ich schon bei den elf verfügbaren Spielern einkalkuliert“, erklärt Bastians. Beim Absteiger-Duell mit dem VfB Speldorf steht den Linksrheinischen also ein weiterer Drahtseilakt bevor (15 Uhr, Saarner Straße). Die Grün-Weißen trafen bereits auf zwei Düsseldorfer Mannschaften. Gegen den MSV Düsseldorf gewann Speldorf 4:1, verlor Mittwoch aber beim Rather SV mit 0:2.

24 neue Spieler sind sinnbildlich für den Mega-Umbruch der Speldorfer, bei dem Esad Morina als Hoffnungsträger vom FSV Duisburg zurückgekehrt ist. Ex-Kapitän Ryota Nakaoka hat sich jedoch West geangelt. Der Japaner wird den Coaches auch zum Ende der englischen Woche zur Verfügung stehen, in der Hoffnung, auch mit einem Minimal-Kader das Maximum zu erreichen. „Ehrlich gesagt, wäre diesmal ein Remis schon grandios“, sagt Bastians.

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