Düsseldorf: Die Papageien sind zurück an der Kö

Düsseldorf: Die Papageien sind zurück an der Kö

Ein ohrenbetäubender Lärm legte sich am frühen Sonntagabend über die menschenleere Königsallee. Grund dafür waren jedoch nicht die Motoren der Luxuskarossen, sondern die bereits bekannten Kö-Papageien. Nachdem ein Teil der grünen Federtierchen einen Kurzurlaub in Hilden gemacht hat, sind die Papageien nun zahlreich an die Flaniermeile zurückgekehrt.

Kurz nach dem Orkan Ela und der damit verbundenen Zerstörung vieler Nester der kleinen Papageien in den umliegenden Baumkronen, sind die meisten von ihnen ins benachbarte Hilden geflüchtet. Dort haben sich die Halsbandsittiche auf dem Gelände des Evangelischen Schulzentrums angesiedelt.

Offenbar hat es die ursprünglich aus Afrika und Asien stammenden Sittiche jedoch wieder zurück an die Luxuseinkaufsstraße verschlagen. Über die Kö legt sich jetzt vor allem in den Abendstunden wieder ein Geräuschteppich aus kreischendem, schrillen Papageiengezwitscher.

Papageien zwitschern fröhlich an der Kö

Nicht alle Besucher und Bewohner der Königsallee erfreuen sich jedoch an der Anwesenheit der lauten Vögel. In der Vergangenheit gab es bereits zahlreiche Beschwerden über Lärmbelästigung und Verschmutzung des Prachtboulevards.

Zwischenzeitlich wurde sogar darüber diskutiert, ob man die Papageien mit Wasserstrahlen davon abhalten kann, sich abends in den Baumkronen der Kö niederzulassen. Die meisten der Papageien sind tagsüber gar nicht auf der Flaniermeile anzutreffen, sondern kehren erst am späten Nachmittag an die Kö zurück.

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Ein Sprecher der Stadt Düsseldorf dementiert übrigens, dass die Papageien jemals nach Hilden übergesiedelt waren. "Papageien können fliegen, daher schwärmen sie tagsüber aus, kehren aber abends immer an die Kö zurück", sagte Volker Paulat. Dass in den letzten Monaten weniger Papageien an der Kö gezwitschert haben, sei lediglich eine "subjektive Empfindung".

Warum sich die bunten Vögel vor allem an der Kö so wohlfühlen, das weiß niemand genau. Bekannt ist aber, dass die grünen Papageien aus Afrika und Asien stammen und früher als Haustiere gehalten wurden. Da sie aber sehr aktiv sind, wurde schnell klar, dass sie sich nicht für die Käfighaltung eignen — also ließ man die Papageien frei.

Seit mehr als 30 Jahren haben sich die bunten Vögel in ganz Düsseldorf vermehrt und niedergelassen. An der Kö treffen sie sich abends, um zu schlafen.

Hier geht es zur Infostrecke: Leser zu den Kö-Papageien: "Düsseldorf ist halt die Stadt der bunten Vögel"

(skr)
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