Düsseldorf: Urlauber warten Stunden auf Koffer

Düsseldorf : Urlauber warten Stunden auf Koffer

Tausende sind am Wochenende mit den Urlaubsfliegern aus den Herbstferien zurückgekommen. Viele von ihnen verbrachten bis zu zwei Stunden am Gepäckband, bis alle Koffer wieder da waren.

Ziemlich sauer schreibt Stefan Mühling vom Projektentwickler "Die Developer" - offenbar direkt vom Gepäckband - einen Brief an den Flughafen. Fast zwei Stunden nach der Landung des Air-Berlin-Fliegers von Ibiza sei das Gepäck seiner Familie immer noch nicht auf dem Band.

"Unser Hund kommt nach einer Stunde. Der zweite und dritte Hund noch später, nachdem Buggys und anderes Sperrgepäck bereits da sind. Von unserem Gepäck noch keine Spur," erzählt er wütend. Mit dieser Beschwerde ist er nicht allein. Immer wieder melden sich Flugpassagiere, dass sie viel zu lange auf das Gepäck warten müssen.

Erst Anfang Oktober hatte es bei der Firma, die als Dienstleister 90 Prozent aller Gepäckabfertigungen für die Fluggesellschaften am Airport in Lohausen erledigt, Personalprobleme gegeben. "Diese Probleme sind aber gelöst", so Flughafen-Sprecher Thomas Kötter.

Vor dem Hintergrund, dass in den Herbstferien insgesamt 1,2 Millionen Passagiere abgefertigt worden sind, könne es aber eben immer mal wieder zu Wartezeiten kommen. "Wir bedauern das natürlich auch, ebenso wie alle Airlines."

Am Wochenende war es wohl das sogenannte Wellensystem, wie Melanie Schyja von Air Berlin erklärt. Das heißt: Mehrere Maschinen landen gleichzeitig, das Gepäck von allen müsse zeitgleich ausgeladen und befördert werden. "Da kann es dann wirklich zu unliebsamen Verspätungen kommen", so die Sprecherin.

Den Fall mit den drei Hunden, die verspätet aus dem Flieger aufs Band kamen, will sie jetzt noch einmal extra überprüfen lassen. "Bei Tieren sind wir normalerweise sehr sorgsam. Eine solche Verspätung vor allem bei diesem Sondergepäck ist ungewöhnlich." Dass man vielleicht 45 Minuten auf sein Gepäck warten müsse, sei normal, so Schyja. Zwei Stunden dagegen schon extrem lange.

Auch der Makler Jörg Schnorrenberger hatte Freitagnacht noch bei Facebook gepostet, dass er nach dem Rückflug von den Kanarischen Inseln eine Stunde auf sein Gepäck warten musste. Gestern klang er wieder entspannt: "Ach, bei dem Trubel auf dem Flughafen nach den Herbstferien - da kann das doch mal vorkommen."

(RP)