Mann stirbt in Düsseldorf: Tödliche Messerattacke wegen einer Frau?

Mann stirbt in Düsseldorf : Tödliche Messerattacke wegen einer Frau?

In Lierenfeld ist bei einem Streit zwischen zwei Männern einer der beiden lebensgefährlich mit einem Messer verletzt worden. Er starb wenige Stunden nach der Tat. Beide Kontrahenten galten im Freundeskreis als ruhig und freundlich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags.

Um was es bei dem Streit ging, wusste hinterher keiner mehr so richtig. "Irgendwas mit Frauen", vermutet Augenzeuge Abdullah Albuz (43). Er hat den Streit zwischen Mehmet Y. (47) und Bayram A. (59) hautnah mitbekommen. Erst standen beide gegen 16.40 Uhr auf der Straße, einer von ihnen sagte "schlimme Wörter", dann schlug Mehmet mit einem Stock auf Bayram ein. Der wehrte sich, zückte sein Messer und stach drei- oder viermal auf seinen Landsmann ein.

Dieser blieb lebensgefährlich verletzt an der Ecke Kündgensweg/Am Turnisch in Lierenfeld auf dem Boden liegen. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Dort starb Mehmet Y. wenige Stunden nach der Tat. Bayram, durch den Schlag mit dem Stock selbst am Kopf verletzt und blutend, rannte nach Hause an den Kempgensweg.

Dort traf ihn die mittlerweile alarmierte Polizei schließlich an, ließ ihn ärztlich versorgen und nahm ihn mit zur Wache. Beide Männer sind im Stadtteil bekannt. Mehmet war Lkw-Fahrer, Bayram ist arbeitslos, erzählen seine Landsmänner. "Beide waren aber immer sehr freundlich, ruhig und höflich", wundert sich eine Clique von türkischen Männern über diesen Ausbruch an Gewalt.

Dass Bayram ein Messer dabei hatte, überrascht keinen. "Haben wir auch," lüftet einer seinen Hosenbund und zeigt sein Messer. "Wir wissen doch, in welchem Stadtteil wir hier wohnen." Ein anderer erzählt, Bayram sei schon zuvor mit einem Messer aufgefallen.

Die Befragung der Zeugen durch die Mordkommission dauerten bis tief in die Nacht an, meldet die Polizei am Montagmittag. Es ergaben sich Hinweise, dass es lang anhaltende Streitigkeiten zwischen den beiden Männern gab. Diese dürften auch Ursache für die Eskalation sein. Der Täter, der kurze Zeit später in seiner nahegelegenen Wohnung festgenommen werden konnte, verweigert zurzeit die Aussage.

Die Staatsanwaltschaft ordnet das Geschehen als Totschlag ein. Der 59-jährige Täter soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

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(lsa)