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Duisburg: Durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt

Duisburg : Durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, ist es am Donnerstag auf der Königstraße/Kuhstraße in der Innenstadt zu einem Streit innerhalb der dort oft anzutreffenden Trinkerszene gekommen, in dessen Verlauf zwei Männer durch Messerstiche verletzt wurden, einer von ihnen lebensgefährlich.

Zeugen hatten gegen 14.30 Uhr die Polizei alarmiert. Als sie eintraf, war der vermutliche Täter bereits in Richtung Kantpark geflüchtet. Rund zehn Männer und Frauen aus der Trinkerszene hatten sich an den Bänken im Bereich Kuhtor aufgehalten. Bei dem Streit, der dort ausbrach, waren zwei wohnungslose Männer im Alter von 49 und 56 Jahren mit einem Messer verletzt worden. Der 49-jährige musste not-operiert werden. Der 56-Jährige teilte den Beamten mit, dass sich der Jüngere zunächst mit einem anderen Mann aus der Gruppe geschlagen habe. Plötzlich sei dann ein Messer im Spiel gewesen. Er sei dazwischen gegangen und der Täter sei geflüchtet. Trotz Fahndung der Polizei entkam der Mann unerkannt. Er soll 25 bis 35 Jahre alt und 1,70 Meter groß sein. Er hat dunkle kurze Haare und trug eine dunkle Kappe. Er war mit einer schwarzen Kapuzenjacke, blauer Jeans und dunklen Turnschuhen bekleidet. Den 56-Jährigen, der keinen festen Wohnsitz hat, nahmen die Polizisten zur Vernehmung mit ins Präsidium. Hier stellte sich dann heraus, dass der alkoholisierte Mann ebenfalls verletzt war. Auch ihn brachte der Rettungsdienst ins Krankenhaus, wo er stationär blieb. Hinweise auf den Täter nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0203 2800 entgegen.

Ebenfalls Stichwaffen waren bei einem Zwischenfall in Ruhrort im Einsatz. Ein Paar sowie mehrere Familienangehörige hatten sich in der Nacht zu gestern in einem Hausflur an der König-Friedrich-Wilhelm-Straße in Ruhrort gestritten. Als das Licht ausging, soll einer der Beteiligten ein Messer gezogen haben. Zwei 45 und 22 Jahre alte Männer erlitten dabei leichte Schnittwunden am Ellenbogen und am kleinen Finger. Das Paar (24 und 27 Jahre alt) blieb unverletzt. Die verständigten Polizisten stellten eine Machete, ein Samuraischwert und ein Teppichmesser sicher und schrieben eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Der 27-Jährige verbrachte die Nacht im Gewahrsam und wurde nach seiner Vernehmung entlassen.

(hch)