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Die deutsch-französischen Wirtschaftsclubs diskutierten in Düsseldorf über China und Klimwandel.

Treffen der deutsch-französischen Wirtschaftsclubs : China und Klimawandel als Chance

Deutsche und französische Wirtschaftsexperten und Manager diskutierten über den Neustart ihrer Volkswirtschaften nach Corona. Besonders die chinesische Expansion und die Herausforderung Klimawandel standen im Mittelpunkt.

Die französische Wirtschaft hat in NRW mit rund 1000 Unternehmen eine starke Präsenz. Besonders der Großraum Düsseldorf hat sich als Sitz so bekannter Konzerne wie L’Oréal (Haarkosmetik), Schneider Electric (Elektrotechnik) oder Air Liquide (Industriegase) etabliert. In der Landeshauptstadt trafen sich jetzt die Vertreter der deutsch-französischen Wirtschaftsclubs (Club des Affaires), um über den Neustart nach Corona, das Verhältnis zu China und die Energiewende zu diskutieren.

Beide Länder fühlen sich durch die neue Weltmacht China herausgefordert. Trotzdem plädierte der Düsseldorfer Wettbewerbsökonom Justus Haucap für eine Abmilderung des strikten Außenwirtschaftskontrollgesetzes, das die Investitionen Chinas in Deutschland deutlich verringert habe. Carsten Senz als Vertreter des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei befand: „Beide Seiten können profitieren.“

Die Wasserstoff-Ökonomie sei zentral bei der Bewältigung des Klimawandels, meinte Gilles Le Van, Vizepräsident für industrielle Kunden und Energie-Transition bei Air Liquide: „Wir betreiben das Geschäft seit 60 Jahren.“ Christophe de Maistre, Deutschland-Chef von Schneider Electric, betonte, dass die Technologien vorhanden seien, um den Klimawandel zu meistern. Bei den privaten Haushalten sei beim klimagerechten Heizen und Stromverbrauch noch weitaus mehr möglich, sagte der französische Chef der Stadtwerke Düsseldorf, Julien Mounier.