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In Düsseldorf-Angermund trafen sich Alt-Eingesessene und Neu-Bürger zu einem Picknick

Bürgertreffen in Angermund : „Die Lust auf einen kulturellen Neustart ist groß“

Bei einem großen Picknick mit Live-Konzert hinter dem Bürgerhaus kamen alte und neue Angermunder zusammen. Welche Themen dabei im Mittelpunkt standen.

Viel hat sich in den vergangenen Jahren in Angermund verändert. 17 neue Eigentumswohnungen sind unter anderem mit dem Neubauprojekt „Angerhof“ entstanden und auch an der Wacholderstraße ergänzen moderne Einfamilienhäuser jetzt den historischen Kern des dörflichen Stadtteils. „Damit sind auch einige neue Familien nach Angermund gezogen“, sagt Wolfgang Küppers, Vorsitzender des Angermunder Kulturkreises. „Als Kulturverein sehen wir unsere Aufgabe auch darin, diese neuen und die alten Bewohner zusammenzuführen. Und wir hoffen, neue Mitglieder für den Verein gewinnen zu können.“

Das war einer der Gründe, warum der Verein am Sonntag zu einem Picknick im weitläufigen Garten hinter dem Bürgerhaus geladen hatte. „Auch die Lust nach einem kulturellen Neustart ist nach zwei Jahren Corona-Pause groß“, sagt Küppers. Tatsächlich hatten sich viele Menschen bei angenehm-sommerlichem Wetter an Tischen oder auf Decken auf der Wiese eingefunden und ließen es sich bei Livemusik der Bigband Swing de Cologne gut gehen. Wer nichts Eigenes mitgebracht hatte, konnte sich an Essens- und Getränkeständen versorgen. Die gesamten Einnahmen des Tages kamen den ukrainischen Familien zugute, die auf der Flucht vor dem Krieg nun in Angermund eine neue Bleibe gefunden haben. Dahin gingen auch die Erlöse der Auktion im Anschluss an das Konzert, bei der einige der charakteristischen, hölzernen Straßenschilder versteigert wurden. Die hatte die Stadt ausrangiert und dem Verein überlassen.

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An den weiß gedeckten Tischen dauerte es nicht lange, bis Neu- und Alt-Angermunder miteinander ins Gespräch kamen. Zu ihnen gehörten Reinhold und Marion Sangen-Emden, die sich erst vor wenigen Wochen in einem der neu gebauten Häuser eingerichtet haben. Der dörfliche Charakter des Stadtteils inmitten einer Großstadt hat es ihnen besonders angetan. „Hier ist es wie in einem Urlaubsort“, sagt auch Christiane Reßler, die vor zwei Jahren aus der Kölner Innenstadt in den Düsseldorfer Norden gezogen war. „Es ist ruhig und sehr grün, aber trotzdem ist man schnell im Trubel der Stadt.“ Alteingesessene wie Heribert Nüttgens bedauern lediglich, dass mit den Neubauten auch die beliebte Gastronomie und Anlaufstelle in der Graf-Engelbert-Straße verschwunden sei. „Eine richtige Kneipe fehlt jetzt leider im Dorf.”

Auch der S-Bahnhof bleibt ein Thema, das die Bewohner beschäftigt. Dabei geht es weniger um die Taktung der einzigen Bahnverbindung nach Angermund, sondern um die barrierefreie Zugänglichkeit. „Für ältere Menschen oder Fahrradfahrer ist es sehr schwer, auf den Bahnsteig zu kommen. Für Rollstuhlfahrer unmöglich“, sagt Reßler. Dieses Problem soll allerdings beim Bau des RRX gleich mit behoben werden. Nach dem gelungenen Auftakt blickt der Kulturkreis bereits auf das nächste Event in drei Wochen. Am 11. Juni findet auf dem Gelände von Schloss Heltorf das erste Angermunder Dîner en blanc statt. Infos und Tickets unter www.angermunder-kulturkreis.info.