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Dormagen: 1,3 Kilo Kokain im Magen geschmuggelt

Dormagen : 1,3 Kilo Kokain im Magen geschmuggelt

Mit der Aussicht auf das schnelle Geld riskieren sie ihr Leben. Das so genannte Bodypacking, bei dem meist junge Frauen Drogen in ihrem Körper transportieren, ist eine beliebte Schmuggelmethode. Reißt einer der Drogenbehälter, ist eine tödliche Überdosis unvermeidbar.

Doch dieses Risiko ging auch eine junge Afrikanerin ein, die das Hauptzollamt Köln jetzt an der Autobahnraststätte Nievenheim mit 1,3 Kilogramm Kokain erwischte. Die 26 Jahre alte Drogenkurierin schmuggelte insgesamt 114 Behälter mit Kokain in ihrem Körper. Ein Röntgenbild bestätigte den Verdacht der Beamten. "Die Gesamtmenge des Kokains hatte ungefähr das Volumen eines Fußballs", gab der Pressesprecher des Hauptzollamtes Köln, Gerd Plinz, an.

Nach Informationen der Behörde, hat die Kokain-Menge einen Straßenverkaufswert in Höhe von etwa 150.000 Euro. "Es war Zufall, dass der Kurier den Zollbeamten ins Netz ging", macht Peter Lacase deutlich. Nach Angaben des stellvertretenden Pressesprechers des Hauptzollamtes Köln hatten die Beamten an der Raststätte Nievenheim einen Pkw ohne Verdacht kontrolliert. Wegen widersprüchlicher Angaben der Afrikanerin und eines Mannes, der den Wagen fuhr, kam es zu einem Drogenwischtest, einem Schnelltest. "Der erbrachte dann ganz konkrete Verdachtsmomente, die auf Bodypacker schließen ließen." In einem Krankenhaus wurde die Afrikanerin geröntgt, die Kokain-Behälter wurden sichtbar. Am nächsten Tag schied sie diese aus.

"Bodypacker nutzen oft Kondome oder Latexhandschuhe, um die Drogen zu verpacken", erklärt Lacase. Die Kuriere werden auf den Einsatz trainiert und darauf, dass sie möglichst viele Drogenbehälter transportieren können. Die Menge von 1,34 Kilogramm hält der Zoll selbst für rekordverdächtig. Wo die Drogen herkommen, ist noch offen. Unterdessen sitzt die Afrikanerin in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Essen übernommen.

(NGZ)