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Solingen: Inzidenz unter 100 - Ende der Ausgangssperre in Aussicht

Corona-Pandemie in Solingen : Öffnung der Außengastronomie in Aussicht

Bleiben die Inzidenzwerte weiter stabil unter 100, dann könnten ab Donnerstag kommender Woche erhebliche Lockerungen in Kraft treten. So könnte die Ausgangssperre fallen.

Der Inzidenzwert kennt in der Klingenstadt im Moment nur eine Richtung: Am Donnerstag sank die Sieben-Tage-Betrachtung auf 86,7. Tags zuvor hatte der Wert bei knapp 93 gelegen und damit erstmals wieder seit Wochen unter der 100er Marke. Hält dieser Trend an fünf Werktagen an – Sonn- und Feiertage zählen nicht mit –, dann wäre Dienstag kommender Woche Stichtag. Am übernächsten Tag, so sieht es der Gesetzgeber vor, würden Lockerungen in Kraft treten. Konkret heißt das: Am Donnerstag, 27. Mai, wird unter anderem die Ausgangssperre aufgehoben. „Wir wollen so schnell wie möglich die Freiheitsrechte wieder ermöglichen“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach am Donnerstag bei der wöchentlichen Corona-Pressekonferenz.

Er wertete die momentanen Zahlen als erfreulich. Das dürfe allerdings nicht zu Leichtsinn führen. Sonst werde es nichts mit den Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Kultur oder unter anderem Sport. „Jeder kann aber mithelfen, dass die Inzidenz in den kommenden Tagen weiter unter 100 bleibt. Es sind aber noch einige Hürden zu nehmen“, sagte der Verwaltungschef, der weiter zur gegenseitige Rücksichtnahme mahnte.

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„Vorsichtig optimistisch“ ist auch die Leitern des Stadtdienstes Gesundheit, Dr. Annette Heibges. Bis Donnerstagnachmittag wurden lediglich elf neue Corona-Fälle gezählt. „Das sind für einen Donnerstag nicht viel, wir werden deshalb weiter unter einer Inzidenz von 100 bleiben“, sagte Heibges. Um Inzidenzwerte unter 100 zu erreichen, dürften in einer Woche jeden Tag nicht mehr als 24 oder 25 Fälle auftreten. Um eine stabile Inzidenz von unter 50 und damit zu noch weiteren Lockerungen zu kommen, wären in Solingen täglich höchstens elf oder zwölf Fälle zulässig. Doch Prognosen gestalten sich aktuell schwierig: „Da ist auch viel Glaskugel dabei“, sagte die Leiterin des Stadtdienstes Gesundheit.

Mit Blick auf die Ergebnisse bei den Bürgertests in den 69 Testzentren im Stadtgebiet ist Annette Heibges aber zufrieden. Vom 10. bis 16. Mai wurden 18.230 Testungen vorgenommen. Lediglich 33 positive Fälle kamen hier zum Vorschein. Im Krankenhaus Bethanien wurden 1309 PCR-Tests durchgeführt. Heraus kamen 204 positive Test. Das entspricht einer Quote von 15,5 Prozent, die deutlich niedriger als in der jüngsten Vergangenheit liegt. Bei den positiven Testergebnissen ist insbesondere die britische Mutante vorherrschend. „Wir haben keine indische Variante entdeckt, wohl aber eine peruanische“, berichtete Annette Heibges.

Mit zum positiven Gesamtbild bei tragen die Impfungen im Impfzentrum im ehemaligen Kaufhof und in den mittlerweile über 80 Arztpraxen. Ab 7. Juni impfen auch Betriebsärzte mit. Stand Donnerstag wurden 66.721 Erstimpfungen und 17.832 Folgeimpfungen verabreicht. „Es gibt bei Inzidenzen unter 100 zaghafte Öffnungsmöglichkeiten für die Gastronomie“, erklärte Dezernent Jan Welzel. Ordnungskräfte werden in der Stadt unterwegs sein und „behutsam und mit Augenmaß“ die möglichen neuen Lockerungen begleiten.