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Tischtennis: WTTV verlängert Unterbrechung der Saison bis 20. Februar

Tischtennis : WTTV verlängert die Saison-Pause

Der Tischtennis-Verband beschließt eine weitere Unterbrechung des Meisterschaftsbetriebs bis zum 20. Februar. Vereinsvertreter vermissen eine klare Positionierung und sind ratlos.

Der Westdeutsche Tischtennis-Verband hat angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen eine Unterbrechung des Spielbetriebs auf allen Ebenen bis zum 20. Februar beschlossen. Dann soll es eine erneute Beschlussfassung geben, doch eine weitere Unterbrechung wird definitiv ausgeschlossen, so dass die Saison entweder dann bis zum 8. Mai fortgesetzt wird oder bei einem Abbruch der derzeitige Tabellenstand nach der ersten Serie gewertet wird.

Wie Werner Almesberger, der Vorsitzende für Erwachsenensport im Verband, auf Nachfrage mitteilte, soll es aber auf jeden Fall Relegationsspiele für den Aufstieg oder gegen den Abstieg geben. Außerdem können sich die Mannschaften untereinander weiterhin auf die Austragung einzelner Spiele einigen. Die neuen Termine der bisher ausgefallenen Begegnungen müssen sowieso unter den Vereinen ausgehandelt werden. Die Unterbrechung gilt natürlich weiter auch für Ranglistenspiele und Turniere, nur der „andro-Cup“ ist davon ausgenommen.

Genau diese Regelung findet bei den Vereinsvertretern wenig Zustimmung. Dieter Kiehle von GW Flüren weiß gar nicht, wie er das in Zukunft regeln soll. „Auch weiter gibt es keine klare Positionierung im Verband, den Vereinen bleibt es überlassen, wie sie damit fertig werden sollen“, meint er. Auch Christian Tekolf vom TV Voerde ist für einen sofortigen Abbruch der Saison. „Die Zahlen gehen weiter nach oben“, so der Abteilungsleiter, „und es glaubt doch wirklich niemand, dass wir in vier Wochen eine andere Lage haben werden.“ Auch wenn nach der jetzigen Situation zwei Mannschaften des TVV absteigen müssten, spricht er sich für eine klare Regelung aus.

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Nicht viel anders sieht das Thomas Hasenwinkel vom TV Mehrhoog, der mit seiner Mannschaft im Moment auf Platz drei der Bezirksliga rangiert. „Wir würden zwar die Relegation um nur ein Spiel verpassen, doch das ständige Hinauszögern durch den Verband bringt nun wirklich nichts“, sagt die Nummer eins des TVM. „Auch wenn es für uns bitter wäre, so geht die Gesundheit doch vor“, glaubt auch er nicht an eine Fortsetzung der Spiele.

Für Marc Franke, den erst vor einigen Wochen neu gewählten Abteilungsleiter des MTV Rheinwacht Dinslaken, ist die ganze Sache eine reine Farce. „Wir haben sechs Mannschaften, dazu kommen noch die Jugendteams“, erklärt er, „wie sollen wir da ab Ende Februar die ganzen Spiele in unserer Halle terminlich unterbringen. Das geht gar nicht.“ Er ist sich mit seinen Vorstandsmitgliedern einig, zunächst einmal keine Begegnungen in den verschiedenen Klassen zu vereinbaren. „Mitte Februar sehen wir dann weiter, doch große Hoffungen auf eine Fortsetzung des Spielbetriebs habe ich nicht.“

„Wir eiern jetzt schon seit zwei Jahren in dieser Form rum“, äußert Gordon Thiel vom Weseler klar seine Meinung. „Für uns würde der Abbruch der Saison zwar den Abstieg aus der Landesliga bedeuten, doch damit haben wir gerechnet und können wir leben“, so Thiel, der ebenfalls nicht mehr an weitere Spiele in dieser Saison glaubt.