Handball MTV Rheinwacht zeigt Licht und Schatten

DINSLAKEN · Am Samstag gelingt den Dinslakener Regionalliga-Handballern ein verdienter Sieg gegen den Neusser HV, am Sonntag unterliegt die Mannschaft von Trainer Harry Mohrhoff in der Nachholpartie des ersten Spieltags beim TSV Bonn rrh.

 MTV-Trainer Harry Mohrhoff sah zwei unterschiedliche Leistungen seiner Regionalliga-Handballer.

MTV-Trainer Harry Mohrhoff sah zwei unterschiedliche Leistungen seiner Regionalliga-Handballer.

Foto: Venn

Zwei Spiele innerhalb von zwei Tagen verkraftet der Kader des MTV Rheinwacht Dinslaken offensichtlich nicht. Feierte der Handball-Regionalligist noch am Samstag mit 33:28 (17:13) beim Neusser HV den ersten Saisonsieg, so setzte es tags darauf in der Nachholpartie vom ersten Spieltag beim TSV Bonn auf der rechten Rheinseite eine bittere 26:37 (12:20)-Schlappe. Damit wurde der erhoffte Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle verpasst. Die Mannschaft ist nun am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Gelpe/Strombach erneut unter Druck.

Mit einem Tor von Tim Schriddels, dem ehemaligen Neusser, eröffneten die Dinslaken am späten Samstagabend die Partie auf der linken Rheinseite und ließen sich diese Führung auch nur noch ein einziges Mal zum 7:6 für die Gastgeber wieder abnehmen. Hochkonzentriert und mit nur wenigen Wechseln ging der MTV dieses so wichtige Spiel an und das machte sich, unterstützt von einer ganzen Reihe mitgereister Fans, am Ende auch bezahlt. „Wir wollten von Anfang an Sicherheit in unser Spiel bringen“, so Trainer Harry Mohrhoff, „so haben wir durch die feste Formation die Abwehr gestärkt, die auch kaum einen Fehler gemacht hat.“

Tatsächlich wurde immer nur Kreisläufer Nik Dreier gegen Maximilian Reede ausgetauscht. Der erklärte hinterher die Tatsache, dass er fast ausschließlich in der Deckung agierte, dass er unter der Woche wegen anhaltender Rückenbeschwerden nicht trainiert hatte. Trotzdem gelangen ihm immer noch drei Tore, davon zwei zur klaren 21:15-Führung nach 37 Minuten hintereinander. So spielte David Kryzun auf der halblinken Seite in der ersten Hälfte praktisch durch. Dem Neuzugang aus Rheinhausen, der in den ersten Spielen ziemlich enttäuscht hatte, stand nicht nur konsequent in der Deckung, sondern erzielte kurz vor der Pause auch sein erstes Tor, um nach dem Wechsel technisch sauber noch drei weitere nachzulegen.

Sehr gut sah es auch über die beiden Außen aus. Tim Schriddels war gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden besonders motiviert, und auch Lucas Feld hatte zumindest in Abschnitt eins von linken Seite eine gute Quote. „Er wird sich nur geärgert haben, dass er in der zweiten Halbzeit so viele klare Chancen ausgelassen hat, dadurch haben wir einen noch höheren Sieg verpasst“, sagte Coach Morhrhoff.

Während Youngster Jan Bystron im Tor zwar nicht an seine Leistung vom Vorsonntag gegen den Bergischen HC anknüpfen konnte, aber doch nach der Pause zwei Siebenmeter abwehrte und erst in den letzten Minuten Ben Köss Platz machte, war Philipp Tuda war mal der Dreh- und Angelpunkt des MTV-Spiels. Makellos seine Siebenmeter-Bilanz mit sieben Treffern, und so wurde er mit insgesamt elf Toren wieder zum besten Torschützen des Spiels. Entlastung fand er in der zweiten Hälfte in der Mitte aber auch durch Nils Kruse, der seine Einsatzminuten erhielt. Marc Pagalies und Noah Lelgemann blieben dagegen ohne Einsatz.

„Das waren zwei ganz wichtige Punkte, jetzt müssen wir uns schnell erholen unmd in Bonn nachlegen“, meinte Harry Mohrhoff abschließend.

MTV Bystron, Köß -Schriddels (3), Hoffmann (2), Kryzun (4), Adam (1), Kruse (1), Lelgemann, Tuda (11/7), Dreier (2), Reede (3), Pagalies, Feld (6).

Bevor der MTV am Sonntagnachmittag in Bonn richtig im Spiel war, hieß es nach vier Minuten bereits 3:0 für die Gastgeber, die sich diesen frühen Vorsprung nicht mehr nehmen ließen, ihn schon vor der Pause Tor um Tor ausbauten. Hatte die Dinslakener Deckung noch in Neuss kompakt gestanden, so wies sie diesmal viele Löcher auf. Und auch auf die Torhüter konnte sich Trainer Harry Mohrhoff diesmal nicht verlassen. Während im Angriff David Kryzun an seine Leistung vom Vortag anknüpfte, hatte Philipp Tuda doch zu viel Kraft gelassen. Der so sichere Schütze ließ in Abschnitt zwei auch zwei Siebenmeter aus.

So ließ der MTV nach dem Wechsel auch immer mehr die Köpfe hängen und ergab sich in sein Schicksal. „Heute habe ich leider bei uns eine lahme Truppe gesehen, die das gestrige Spiel nicht verkraftet hat“, klagte später Mohrhoff, der in der ersten Halbzeit auch zusehen musste, wie seine Spieler einige klare Chancen bei Tempogegenstößen ausließen.

MTV Bystron, Köß – Schriddels (3), Hoffmann (2), Höffner (4), Kryzun (5), Kruse (2), Lelgemann (1), Tuda (4/1), Dreier, Reede (2), Pagalies (1), Feld (2).

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