Handball MTV Rheinwacht Dinslaken gewinnt Pokal-Krimi mit 51:49 und zieht ins Finale ein

Dinslaken · Der Regionalligist entscheidet das Halbfinale im Verbandspokal beim Oberligisten TV Lobberich knapp für sich. Das Team setzt sich erst nach dem Siebenmeterwerfen durch.

 Die Partie des MTV gegen den TV Lobberich endete besonders torreich. Nach der regulären Spielzeit und zwei Verlängerungen stand es 47:47. Das Siebenmeterwerfen brachte die Entscheidung.

Die Partie des MTV gegen den TV Lobberich endete besonders torreich. Nach der regulären Spielzeit und zwei Verlängerungen stand es 47:47. Das Siebenmeterwerfen brachte die Entscheidung.

Foto: dpa/Tom Weller

Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken steht im Finale des Verbandspokals. Jedoch waren im Halbfinale beim Oberligisten TV Lobberich mehr als zwei Stunden Spielzeit vergangen, ehe die Gäste als Sieger feststanden. Hatte es nach der regulären Spielzeit 33:33 (16:17) gestanden, so brachten weder die erste Verlängerung (38:38) noch die zweite (47:47) über jeweils zweimal fünf Minuten eine Entscheidung. Also musste ein Siebenmeterwerfen her. Und da wurde MTV-Keeper Jan Bystron zum Matchwinner. Er parierte gleich zwei Würfe, während auf der Gegenseite Lucas Feld, Nils Kruse, David Kryzun und Maximilian Reede sicher verwandelt hatten. Somit brauchte Spielmacher Philipp Tuda gar nicht mehr anzutreten, als Bystron seinen zweiten Siebenmeter gehalten hatte. Somit lautete das ungewöhnliche Endergebnis 51:49 für die Dinslakener, die nun im Endspiel auf den Sieger des Spiels der beiden Regionalliga-Konkurrenten interaktiv Ratingen und HG Remscheid treffen.

Da nach dem Rücktritt von Harry Mohrhoff auch Interimstrainer Marco Banning in Nettetal nicht zur Verfügung stand und Obmann Heinz Buteweg als einziger Betreuer am Kampfgericht saß, wurde Rechtsaußen Tim Schriddels zum Hauptverantwortlichen auf der Bank. Das Sagen hatte an diesem Abend aber Philipp Tuda, der selbst eine starke Partie abgeliefert hatte. „Natürlich sind wir froh, das hier erfolgreich überstanden zu haben“, sagte er. Tuda hatte aber auch gesehen, dass sich neben gelungenen Aktionen am Angriff gerade in der Abwehr einige Lücken aufgetan hatten. „Daran müssen wir bis zum Spiel am Sonntag gegen Remscheid noch arbeiten, ansonsten war es aber ein sehr guter Test“, so Tuda.

Der klassenhöhere Regionalligist dominierte das Spiel zwar in Halbzeit eins, doch richtig absetzen konnte er sich nicht. Die Lobbericher nutzten immer wieder ihre Chancen, wobei Bennett Hoffmanns, der 13 Mal traf, sowie Richard Pasch der Gästeabwehr große Probleme bereiteten. „Bis zur Halbzeit hätten wir den Sack eigentlich schon zumachen müssen“, sagte Buteweg. Nach einer unschönen Szene kurz vor der Pause, die mit einer Disqualifikation für den Lobbericher Florian Mähler wegen Beleidigung nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Nik Dreier endete, ging es im zweiten Abschnitt hin und her. Dramatisch wurde es in den beiden Verlängerungen. Zunächst glich Lobberichs Pasch in letzter Sekunde zum 38:38 aus, ehe das Philipp Tuda zum 47:47 gelang.

Tim Schriddels hob einen Spieler noch hervor. Jannick Adam hatte auf der rechten Seite die 80 Minuten voll durchgespielt. Und dabei gelangen dem Linkshänder auch sechs Tore.

MTV: Bystron, Köß – Adam (6), Asci (2), Tuda (9), Hoffmann (4), Dreier (5), Kruse (2/1), Reede (9/1), Kryzun (3/1), Feld (10/4), Lelgemann, Pagalies (1).

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