Handball-Regionalligist leistet sich zu viele Fehler MTV Rheinwacht Dinslaken verliert Pokalfinale gegen den Favoriten

Dinslaken · Die Mannschaft von Trainer Marius Timofte kassiert im Endspiel des Wettbewerbs auf Verbandsebene eine 31:38-Niederlage gegen interaktiv Ratingen.

 MTV-Trainer Marius Timofte – hier noch als Coach von Adler Königshof – sieht noch viel Arbeit auf sich und seine Mannschaft zukommen.

MTV-Trainer Marius Timofte – hier noch als Coach von Adler Königshof – sieht noch viel Arbeit auf sich und seine Mannschaft zukommen.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Maximilian Reede grüßte übers Handy und verfolgte das Spiel im Livestream. Der lange Rückraumschütze des Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken war beruflich in Ulm unterwegs und konnte seine Mannschaft daher im Finale des Verbandspokals gegen interaktiv Ratingen nicht unterstützen.

Doch auch mit Reede wäre die Aufgabe gegen den verlustpunktfreien Ligakonkurrenten wohl eine nicht zu bewältigende Aufgabe gewesen, was sich nach 60 Minuten auch herausstellte. Mit 38:31 (19:13) siegte das Team von Trainer Filip Lazarov, der in der letzten Viertelstunde der Partie seine gesamte erste Formation auf die Bank setzte, die zweite Reihe aufbot und damit auch die Ausnahmestellung des Teams in dieser Saison eindrucksvoll demonstrierte.

Doch der MTV gab sich zunächst mutig, hielt lange Zeit mit und scheiterte in Halbzeit eins erneut daran, dass viele freie Würfe vergeben oder einfach zu überhastet abgeschlossen wurden. „Das war ja eine ganz gute erste Halbzeit, doch über 60 Minuten kann man das gegen eine so starke Mannschaft einfach nicht durchhalten“, sagte MTV-Trainer Marius Timofte, der nur wenige Alternativen auf der Bank sitzen hatte. Neben Reede war zunächst auch Fabian Hoffmann nicht dabei. Der starke Abwehrspieler hetzte erst im Verlauf der ersten Hälfte durch die Halle in die Kabine, um dann später doch noch auf seine Einsatzzeiten zu kommen. „Wir haben in der Abwehr im Mittelblick zu viele einfache Tore zugelassen“, sagte Timofte. „Und genau das müssen wir bis zum wichtigen Spiel am Sonntag gegen Weiden abstellen.“ Auch im Angriff müssen die Würfe präziser werden und wenigstens aufs Tor kommen, wie Timofte forderte. So landeten auch diesmal schon in den ersten 30 Minuten nicht weniger als vier Abschlüsse an der Latte oder am Pfosten.

Doch es gab auch positive Zeichen. So sah man an diesem Abend wieder einen Philipp Tuda, der konsequent in die Lücken der Ratinger Abwehr ging und dafür auch mit sieben Toren belohnt wurde. Auch David Kryzun holte sich hinterher ein Lob seines Trainers ab, denn er füllte die Mittelposition über weite Strecken gut aus. Erstmalig mehr Spielzeit erhielt auch MTV-Neuzugang Mehmet Tolga Asci, der zwar auf der ungeliebten halbrechten Seite agieren musste, aber sein Potenzial mehrfach andeutete und auch drei blitzsaubere Treffer erzielte.

Hatten die Dinslakener die Partie bis zur Pause noch einigermaßen offen gestaltet, so schalteten die Ratinger in Halbzeit zwei noch mal einen Gang höher und bauten ihren Vorsprung einmal sogar bis auf elf Tore (23:34) aus. „Da bleibt uns im Winter noch viel Arbeit“, so Timofte, der aber darauf setzt, dass sein Team kurzfristig bis zum Spiel gegen Weiden schon einige Lücken schließt.

MTV Rheinwacht Dinslaken Köss, Bystron -– Hoffmann, Höffner (3), Kryzun (4), Asci (3), Adam, Kruse (2), Lelgemann, Tuda (7), Dreier (4), Feld (3/1), Pagalies (5).

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