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Tarifkonflikt der Sicherheitsleute: Flughafen Köln-Bonn: Neue Streiks am Freitag

Tarifkonflikt der Sicherheitsleute : Flughafen Köln-Bonn: Neue Streiks am Freitag

Reisende müssen sich am Freitag am Flughafen Köln-Bonn erneut auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. In der festgefahrenen Tarifrunde für die Wach- und Sicherheitsbranche in Nordrhein-Westfalen rief die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik auf, wie ein Gewerkschaftssprecher am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Zahlreiche Flüge wurden bereits gestrichen.

"Es gibt bis heute kein neues Angebot der Arbeitgeber. Aber wir wollen noch vor den Osterferien einen neuen Tarifvertrag unterschreiben, damit endlich Frieden an den Flughäfen einkehrt", erklärte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker laut der Mitteilung.

Allein die in Köln/Bonn beheimatete Fluggesellschaft Germanwings strich für Freitag 26 ankommende und abgehende Flüge. Auch die Lufthansa annullierte mehrere Verbindungen. Der Flughafen teilte mit, von insgesamt geplanten 103 Abflügen seien bis zum Donnerstagabend bereits 40 gestrichen worden, von 104 geplanten Ankünften würden 19 entfallen. Passagiere sollten sich bei ihren Fluggesellschaften nach dem Stand der Dinge erkundigen.

Ausstände des Flughafensicherheitspersonals in Nordrhein-Westfalen und auch in Hamburg - wo ebenfalls ein Tarifkonflikt schwelt - hatten in den vergangenen Wochen wiederholt für zahlreiche Annullierungen und Verspätungen gesorgt.

Am Freitag vergangener Woche war die dritte Verhandlungsrunde für die insgesamt 34.000 Beschäftigten der Branche in Nordrhein-Westfalen ergebnislos verlaufen. Verdi fordert in der NRW-Tarifrunde Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro. Die Arbeitgeber hatten nach Gewerkschaftsangaben im Dezember 40 Cent für den untersten Stundenlohn von 8,23 Euro brutto und 75 Cent bis 1,14 Euro für die Flugsicherheitsassistenten angeboten.

(AFP/sap)