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Tourismus NRW: Zelten zu Pfingsten - FDP fordert Corona-Lockerungen

Medienbericht : Zelten zu Pfingsten - NRW-FDP fordert umfassende Corona-Lockerungen

Andere Bundesländer wollen den Tourismus wieder hochfahren - und NRW nicht? Dagegen sträubt sich die FDP. Sie will auch in der Gastronomie, Kultur und beim Sport weitreichende Lockerungen.

Die FDP fordert, auch in Nordrhein-Westfalen spätestens zu Pfingsten das Beherbergungsverbot aufzuheben und Campingplätze wieder zu öffnen. Es sei nicht zu vermitteln, dass in Bayern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen der Tourismus wieder hochgefahren werde, nur in NRW nicht, sagte FDP-Landtagsfraktionschef Christof Rasche der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe).

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW gilt noch bis zum 14. Mai und muss daher in der kommenden Woche neu geregelt werden. Der kleine Regierungspartner in der CDU/FDP-Koalition peilt zahlreiche Lockerungen an.

Die Liberalen wollen grünes Licht für die Außengastronomie, Freibäder, Fitnessstudios, Theater, Kinos und Freizeitparks mit Hygienekonzepten in Kommunen mit einer Wochen-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Auch Sport mit Kontakt im Außenbereich und ohne Kontakt in der Halle sollte nach FDP-Vorstellungen in solchen Kommunen wieder gestattet werden.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte sich in dieser Woche äußerst reserviert zu Lockerungswünschen geäußert. „Wenn ich die Zahlen in den Krankenhäusern anschaue, ist mir der Kopf noch nicht besonders nach Öffnungen.“ Er halte Lockerungen im Tourismus „zur Zeit nicht für richtig“, hatte er am Mittwoch gesagt.

(peng/dpa)