1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach: Fans können jetzt in einem Tool Bilder für ihre "Doppelgänger" hochladen

Kunststoff-Fans für Geisterspiele : Gladbach-Fans können jetzt ihre „Doppelgänger“-Fotos hochladen

Beim Projekt „Fan-Doppelgänger für die Geisterspiele“ haben Borussias Anhänger die Möglichkeit, Kunststofffiguren mit ihren Fotos auf der Tribüne zu platzieren. Das Tool für die Anfertigung der Bilder ist nun online.

Das Projekt „Fan-Doppelgänger für die Geisterspiele“ der Mönchengladbacher Fanszene läuft auf Hochtouren. Das Tool, mit dem die Fans ihre Fotos für die geplanten Kunststoff-Figuren, die dann im Borussia-Park aufgebaut werden sollen, wenn es möglicherweise Bundesliga-Spiele ohne Zuschauer gibt, ist seit Donnerstagnachmittag online. Der Mönchengladbacher David Denker hat das Tool technisch realisiert. „Sei dabei. Trotzdem“ ist das Motto der Aktion. 19 Euro müssen die Fans für ihren Doppelgänger bezahlen.

Am Montag hatten die Gladbacher das Projekt, das einer Idee aus der aktiven Fanszene entstanden ist, öffentlich gemacht. Es gibt Kunststoff-Dummys, auf die dann die Fotos der Fans gedruckt werden. Darauf sind der Kopf und der Oberkörper des Fans zu sehen. Die Doppelgänger werden schließlich im Stadion montiert auf den Sitzschalen oder an Wellenbrechern, wenn es zu den Geisterspielen kommt. Der Plan der deutschen Fußball-Liga ist, im Mai, so es die Corona-Situation zulässt, den Spielbetrieb ohne Zuschauer wieder aufzunehmen.

So sehen die Fan-Doppelgänger aus. Foto: Fanprojekt MG

Der Weg für die Fans, ihre Doppelgänger zu kreieren, ist leicht: Zunächst muss man die nötigen Datenschutzbedingungen akzeptieren, um die Bildrechte für die entstandenen Fotos abzutreten. Dann kann man sich in einem Umriss platzieren, um ein zum Dummy passendes Fotos zu bekommen – per Selfie oder mit fremder Hilfe. Dann kann man das Foto erstellen und an den Server des Fanprojekts senden inklusive der nötigen Daten, unter anderem können Dauerkarten-Inhaber ihren Block angeben. Ihre Figuren bekommen, die Verfügbarkeit vorausgesetzt, den Platz, den die Dauerkarte ausweist. Die Figuren der Fans, die keine Dauerkarte haben, würden im Stadion nach Möglichkeit verteilt. Den Bereich direkt hinter dem Tor vor der Nordkurve werden die Ultras selbst gestalten.

Das Interesse der Fans, auf diese Art an den eventuellen Geisterspielen teilzunehmen, ist bereits groß. „Wir haben extrem viele Anfragen bekommen. Jetzt, da das Tool online ist, können wir richtig starten. Alle die bisher ein Bild so eingeschickt haben bitten wir, noch einmal das Tool zu benutzen“, sagt Ingo Müller, einer der Initiatoren der Aktion, die in der internationalen Fan-Szene einmalig ist. Weswegen die Aktion großes Aufsehen erregt: Müller hatte am Donnerstagvormittag ein Skype-Interview mit dem japanischen Fernsehen.