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Borussia Mönchengladbach: Marco Reus und Granit Xhaka gehören zu Gladbachs Top-Elf

Gladbach erinnert an Relegation 2011 : Borussias Top-Elf der letzten neun Jahre

2011 packte Borussia gegen Bochum die Relegation, entwickelte sich in den nächsten Jahren zum Spitzenteam. Wir zeigen, welche Spieler für unsere Redaktion in die beste Elf seit diesem Ereignis gehören.

Am vergangenen Wochenende schwelgten die Borussen in sehr emotionalen Erinnerungen. Samstags lässt der Klub in den sozialen Medien derzeit in einer Art Live-Ticker wichtige Spiele der vergangenen Jahre nochmal aufleben, diesmal war es der 1:0-Sieg im Relegations-Hinspiel gegen den VfL Bochum am 19. Mai 2011. Gut neun Jahre ist es her, dass Igor de Camargo kurz vor dem Abpfiff den Siegtreffer erzielte und damit das Tor zum Klassenerhalt ganz weit aufschoss. Mit dem 1:1 im Rückspiel machte Borussia den Verbleib in der Bundesliga perfekt – es war gleichzeitig auch der Startschuss einer tollen Entwicklung.

In diesen neun Jahren hat Borussia den wohl größten Sprung aller Bundesligisten gemacht (abgesehen von RB Leipzig). „Für mich ist es so, dass Borussia Mönchengladbach der Klub des vergangenen Jahrzehnts ist. Wenn man sieht, wo der Verein herkommt und sich mit seinen Mitteln vom Abstiegskandidaten zum Top-6-Klub entwickelt hat, ist das unfassbar“, sagte Christoph Kramer im Interview mit unserer Redaktion. „Vielleicht sogar eine bessere Leistung als die Serien-Meisterschaften des FC Bayern.“

Kramer gehört zu den Spielern, die einen großen Anteil daran haben, dass man Borussia nun konstant zu den erweiterten Spitzenteams der Bundesliga zählen darf. Für unsere Redaktion gehört er sogar in die Elf der Spieler, die seit dem Sieg in der Relegation die beste Figur im Trikot der Gladbacher abgegeben haben. So sieht unsere Top-Mannschaft der vergangenen neun Jahre aus.

Tor Lediglich Marc-André ter Stegen und Yann Sommer hüteten in dieser Zeit den Kasten der Borussen, beide machten das auf eine außerordentlich gute Weise. Beide schafften in einer Saison jeweils 15 Zu-Null-Spiele, ter Stegen kassierte in der Saison 2011/12 aber mit 24 Gegentoren weniger Treffer als Sommer in seiner Rekordspielzeit 2014/15 (26). Mit beiden Keepern schaffte es Borussia in die Champions League, aber als Relegations-Held hat ter Stegen ganz leicht die Nase vor Sommer.

Abwehr In den vergangenen neun Jahren hatte Borussia eine Reihe an Top-Innenverteidigern. Unsere Elf verteidigt daher mit einer Dreierkette. Andreas Christensen war zwar lediglich zwei Jahre vom FC Chelsea an Gladbach ausgeliehen, doch der Däne machte in dieser Zeit einen herausragenden Job. Nicht umsonst würden sich noch heute viele im und um den Klub wünschen, dass Christensen nochmal an den Niederrhein zurückkehrt. An seiner Seite verteidigt in unserer Elf seit der Relegation Martin Stranzl. Zur Rückrunde der Saison 2010/11 kam er zu Borussia, führte sie noch in die Bochum-Endspiele und war in den nächsten Jahren der Leitwolf der aufstrebenden Gladbacher. Das Abwehr-Trio komplettiert Matthias Ginter, der seit fast drei Jahren konstant gute Leistungen zeigt und sich in dieser Saison als absolute Führungsfigur etabliert hat.

Mittelfeld Die Außenbahnen beackern zwei Kult-Borussen. Patrick Herrmann und Juan Arango waren in den vergangenen Jahren Spieler, die für viele Höhepunkte gesorgt haben. Herrmann vor allem emotionaler Art, Arango mit seinem unglaublichen linken Fuß. Sie werden unterstützt von einem Dreieck im zentralen Mittelfeld, das aus Denis Zakaria, der heute der dominante Mann der Borussen ist, Granit Xhaka, der zuvor der Chef im Gladbacher Mittelfeld war, und eben Kramer, der sich in knapp sechs Jahren im Klub unter anderem in die Deutsche Nationalmannschaft und zum WM-Titel gespielt hat, besteht.

Sturm Im Angriff gibt es mehrere Spieler, die es verdient hätten, zu den besten Elf der vergangenen neun Jahre zu gehören. Doch auch Akteure wie Thorgan Hazard, Lars Stindl oder Max Kruse konnten nach Meinung unserer Redaktion nicht derart glänzen, wie es die beiden Stürmer gemacht haben, die es in diese Aufstellung geschafft haben. Marco Reus hat nach der geschafften Relegation zwar nur noch eine Saison für Borussia gespielt, aber war in dieser Spielzeit mit seinen 18 Treffern so herausragend wie kein Gladbacher in den Jahren danach. Auf Strecke war Raffael der Stürmer, der den besten Eindruck hinterlassen hat. An 106 Toren war der „Maestro“ in 199 Pflichtspielen beteiligt, mehr als jeder andere Borusse.