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Borussia Mönchengladbach: Matthias Ginter will erst nach Corona über Vertrag sprechen

Borussias Ginter setzt Prioritäten : Erst Corona-Krise überstehen, dann Vertragsgespräche

Matthias Ginter hat in einem Interview bekräftigt, dass er sich zwar vorstellen kann, langfristig bei Borussia zu bleiben. Doch darüber sprechen will er mit dem Klub erst, wenn die Corona-Krise überstanden ist.

Matthias Ginter ist einer der absoluten Führungsspieler bei Borussia, er ist als Sportler und Person in dieser Saison weiter gewachsen und hat sich ein enormes Standing im Klub erarbeitet. Entsprechend ist er auch ein Profi, den Gladbach sicher noch lange Zeit im Kader hätte. Die Personalie Ginter wäre eine derjenigen gewesen, die recht oben auf der To-do-Liste von Sportdirektor Max Eberl gestanden hat, bevor die Corona-Krise den Spielbetrieb vorerst beendet hat und somit auch Zukunftsentscheidungen aufgrund der Ungewissheit des finanziellen Schadens nahezu unmöglich macht.

Ginters Vertrag läuft noch bis 2021, er beinhaltet zudem eine Klausel, die ihn für ein weiteres Jahr an Borussia binden würde. Dennoch ist das Interesse groß, ihn schnellstmöglich fix für den Verein zu engagieren. Das kann sich auch Ginter vorstellen – doch er stellt auch klar, dass es momentan einfach wichtigere Dinge gibt, die nun Priorität haben müssen. „Die Gespräche haben Zeit, es gibt jetzt Wichtigeres. Der Verein muss sich mit dringenderen Themen beschäftigen“, sagt Ginter in einem Interview im „Kicker“. Die Devise: Erst die Corona-Krise überstehen, dann Vertragsgespräche.

Die dürften für Borussia durchaus verheißungsvoll werden. Denn auch Ginter ist sehr zufrieden mit seinem Arbeitgeber, die Entwicklung des Klubs gefällt ihm, er fühlt sich wohl am Niederrhein, mit Gladbach (aktuell Vierter in der Bundesliga) könnte er in der nächsten Saison auch wieder in der Champions League spielen. „Generell kann ich mir vorstellen, langfristig bei der Borussia zu bleiben“, sagt Ginter. „Aber schauen wir mal, wie sich die Zukunft darstellt. Jetzt haben andere Themen Vorrang. Keiner steht in dieser Frage unter Zeitdruck.“

Und vor allem gibt es zu viele offene Fragen aufgrund der Corona-Krise – auch bei Borussia. Insbesondere die sechs Spieler, deren Verträge am 30. Juni auslaufen, stehen vor einer ungewissen Zukunft. Diese zu klären, fällt angesichts der aktuellen Unklarheit äußerst schwer. Max Grün, Oscar Wendt, Tobias Strobl, Fabian Johnson, Torben Müsel und Raffael sind davon betroffen. Auch diese Themen dürften auf Eberls Agenda vor einer Ginter-Verlängerung stehen.