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Borussia Mönchengladbach: Patrick Herrmann genießt die Zeit mit seinem Sohn

Vorteile für Borussias Fan-Liebling : Darum hat die Spielpause für Herrmann auch eine gute Seite

Auch Patrick Herrmann hält sich bestmöglich in den eigenen vier Wänden fit, um für den Moment bereit zu sein, wenn Borussia wieder den Spielbetrieb aufnehmen kann. Er genießt aber auch, dass er nun mehr Zeit für seinen Sohn hat.

Dass Patrick Herrmann in diesen Wochen viel an andere denkt, hat er bewiesen. Borussias Fan-Liebling macht bei der Aktion „FKK_Covid. Support Your Local Heroes“ mit und unterstützt so lokale Unternehmen, die aufgrund der Corona-Krise Probleme haben. Doch Herrmann versucht auch, sich selbst das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Dass mit dem Fußball ein sehr prägender Bestandteil seines Lebens gerade nahezu wegbricht, ist schmerzhaft, doch es gibt auch eine positive Sicht auf Dinge. Herrmann hat jetzt viel mehr Zeit für seine Familie – und kann vor allem seine Vaterrolle intensiver ausleben als zuvor.

„Ich verbringe momentan viel Zeit mit meiner Familie und spiele viel mit meinem kleinen Sohn. Es ist schön zu sehen, wie er sich jeden Tag weiterentwickelt“, sagt Herrmann in einem Interview auf Borussias Homepage. „Diese tägliche Entwicklung so intensiv mitzubekommen, ist im normalen Alltag nicht möglich für mich. Das ist das Schöne daran, dass ich im Moment fast nur zu Hause bin. Das genieße ich auch und steht aktuell an erster Stelle bei mir.“

Doch dabei vergisst Herrmann keineswegs seine Pflichten. Er und seine Gladbacher Kollegen haben nun auch die Aufgabe, sich bestmöglich auf den Moment vorzubereiten, an dem der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Bei aller gesellschaftlicher Dramatik, die aktuell herrscht, hat Borussia auch noch große sportliche Ziele und muss deswegen bestmöglich vorbereitet sein auf die letzten neun Spiele – vorausgesetzt sie finden statt.

„Gerade jetzt, wo wir alle viel zu Hause sind, haben wir auch viel Zeit für Sport. Wir Spieler haben einen Laufplan bekommen. Für mich bedeutet das: Ich gehe einmal am Tag laufen, mal absolviere ich Intervallläufe, mal einen Dauerlauf“, sagt Herrmann. „Ansonsten kommen noch Stabilitäts- und Kraftübungen hinzu. Die kann man auch sehr gut zu Hause machen. Und eine gute Armmuskulatur bekomme ich durch das Tragen meines Sohnes auch noch.“

Sohnemann Leonard, der im November geboren wurde, dürfte auch eine Motivationshilfe sein. Denn sich täglich in den eigenen vier Wänden und ohne Ball zu motivieren, ist sicher nicht die einfachste Aufgabe. „Dadurch, dass wir nicht wissen, wann die Bundesliga weitergeht, halte ich mich vom Kopf her auf Standby“, sagt Herrmann. „Sich körperlich fit zu halten, hilft dabei, auch mental wieder schnell umschalten zu können für den Moment, wenn es denn irgendwann wieder losgeht. Es ist momentan definitiv keine einfache Zeit für Fußballer, aber damit kommen wir auch klar.“