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Düsseldorfer EG verpasst in Bremerhaven wichtige Punkte

2:3 bei den Fischtown Pinguins : DEG verpasst ganz wichtige Punkte

Die Düsseldorfer sind bei den Fischtown Pinguins lange Zeit überlegen, verlieren aber völlig unnötig 2:3. Dennoch fehlt ihnen jetzt nur noch ein Sieg zur direkten Qualifikation für das Viertelfinale.

Harold Kreis versucht noch einmal alles. Knapp 100 Sekunden sind noch zu spielen in der Eishockeypartie der DEG bei den Fischtown Pinguins, und die Gäste liegen 2:3 zurück. Ohnehin wegen einer Bremerhavener Strafzeit in Überzahl, können sie jetzt mit sechs gegen vier Feldspieler auf den Ausgleich drängen, weil Cheftrainer Kreis Torhüter Mathias Niederberger vom Eis geholt hat. Doch obwohl sich noch gute Einschusschancen bieten, rutscht keine Scheibe über die Linie. Die DEG verliert das „Sechs-Punkte-Spiel“, zu dem es Kreis zuvor erklärt hatte, bei den Pinguins 2:3 (0:0, 2:2, 0:1).

Eine Katastrophe ist das mit Blick auf die Tabelle zwar nicht, weil die Düsseldorfer ihren fünften Platz behielten und der wichtigste Konkurrent Ingolstadt das Penaltyschießen bei den Adlern Mannheim verlor. Dadurch hat die DEG zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde vier Punkte Vorsprung auf den siebten Platz. Im Klartext: Wenn die Rot-Gelben am Freitag (19.30 Uhr) im ISS Dome das Straßenbahnderby gegen die Krefeld Pinguine gewännen, hätten sie die direkte Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale geschafft.

Trotz dieser guten Nachrichten überwog nach der Schlusssirene in Bremerhaven der Ärger. Denn die DEG war nach einem durchwachsenen Beginn, bei dem vor allem die vielen Strafzeiten auf beiden Seiten den geordneten Ablauf störten, sehr gut in die Partie hineingekommen. Zweimal ging sie in Führung und schien nach dem gänzlich unnötigen Ausgleich der Pinguins kurz vor Ende des Mitteldrittels auf dem beste Wege, die Partie für sich zu entscheiden.

„Es geht jetzt um die Kleinigkeiten“, sagte Nationalverteidiger Marco Nowak, der nach seiner langen Verletzungspause (Muskel- und Sehnenabriss im Oberschenkel) seiner gewohnten Form immer näher kommt, in der zweiten Pause. „Wir sind im Großen und Ganzen immer einen Schritt schneller und müssen jetzt unsere Chancen nutzen.“ Doch genau das gelang nicht. So tauchte Nicholas Jensen in der 48. Minute völlig frei vor dem Bremerhavener Kasten auf, scheiterte aber am glänzenden Schlussmann Kristers Gudlevskis.

Und es gab noch weitere gute Gelegenheiten, die DEG wirkte frischer als ihr Kontrahent, dem möglicherweise die lange nächtliche Rückfahrt aus Straubing noch in der Wäsche hing. Eine einzige Schlafmützigkeit brachte das Kreis-Team dann um alle Chancen. Niemand stand in der 52. Minute bei Brock Hooton, und der Kanadier überwand Niederberger zum aus Düsseldorfer Sicht äußerst unglücklichen 2:3.

So verblassten dann die positiven News aus dem DEG-Lager zunächst ein wenig: dass Luke Adam im vierten DEL-Spiel hintereinander einen Treffer erzielte, zum Beispiel, oder dass mal wieder ein Überzahltor gelang. Immerhin stellten die Rheinländer aber grundsätzlich erneut ihre ordentliche Form unter Beweis und holten in den vier Auswärtsspielen in Serie immerhin acht Zähler. Eine Ausbeute, die sich kurz vor dem Ende der Hauptrunde sehen lassen kann.