1. Sport
  2. Eishockey
  3. DEG

Düsseldorfer EG muss viermal in Folge auswärts spielen

Hartes Programm : DEG muss viermal in Folge auswärts spielen

Für Marco Nowak gab es am Dienstagabend widerstreitende Gefühle. Zwar verlor er mit der DEG 1:4 gegen Straubing – sein Comeback nach einem Vierteljahr Verletzungspause macht ihm aber trotz des schweren Restprogramms Lust auf mehr Eishockey.

Viel härter könnte es für die DEG kaum kommen. Nur noch sechs Spiele stehen für sie in der Deutschen Eishockey Liga bis zu den Play-offs an – und fünf davon finden auf fremdem Eis statt. Die nächsten vier zum Beispiel in Serie, wobei das nächste Wochenende einen Doppelpack der besonderen Art bietet: am Freitag (19.30 Uhr) beim Tabellenzweiten Adler Mannheim, am Sonntag (17 Uhr) bei Spitzenreiter EHC München. Mehr geht derzeit nicht im deutschen Eishockey.

Da war es aus Düsseldorfer Sicht natürlich schade, dass es auf dem letzten Heimspiel-Inselchen vor der harten Auswärtsserie keinen Erfolg gab. Die Straubing Tigers, immerhin Tabellendritter, packten am Dienstagabend ihre ganze Klasse aus und gewannen im ISS Dome verdient, wenn auch ein wenig zu hoch 4:1. „Straubing spielt sehr kompakt und besitzt eine hohe Spielintelligenz“, lobte DEG-Trainer Harold Kreis den Kontrahenten, der im Viertelfinale durchaus der Gegner seiner Schützlinge werden könnte – der Dritte (zurzeit eben die Tigers) trifft dort ja auf den Sechsten, der nach dem letzten Doppelrundenspieltag am 8. März ohne Weiteres DEG heißen könnte.

Im Moment sind die Rot-Gelben allerdings Fünfter, und sie haben durchaus den Ehrgeiz, diese Position auch gegen das Spitzenduo zu verteidigen. „Wir fahren dorthin, um zu gewinnen“, sagte Torjäger Maximilian Kammerer. „Wir freuen uns auf die Spiele und auf die Herausforderungen.“

Ein DEG-Akteur freut sich dabei allerdings noch ein bisschen mehr als seine Kollegen: Marco Nowak, der gegen Straubing zum ersten Mal nach einem Vierteljahr Pause wegen eines Muskel- und Sehnenabrisses im rechten Oberschenkel wieder aufs Eis durfte. „Es war toll, einfach schön, nach so langer Zeit mal wieder mit den Jungs auf dem Eis zu stehen“, sagte der Nationalverteidiger. „Das Ergebnis war natürlich nicht nach meinem Geschmack, aber ich habe gesehen, dass gesundheitlich alles wieder geht und ich bereit für die nächsten Spiele bin.“

Im Spiel sei es gut gewesen, dass er gleich beim ersten Wechsel einen kleinen Check abbekommen habe, meinte der 29-Jährige. „Von da an wusste ich, dass alles wieder ganz normal ist. Ich habe dann auch nicht mehr darauf geachtet, dass auch wirklich nichts passiert.“ Nowaks Erinnerungen an die Zeit nach der Verletzung, die er im München-Spiel Mitte November erlitten hatte, sind düster: „Die ersten sechs Wochen waren ziemlich zäh für meine Familie und mich. Das Bein musste ich immer in Steifstellung halten, bin immer nur mit dem Rollstuhl rumgefahren, und erst ab Anfang Januar durfte ich die Schiene ablegen. Ab dann habe ich alles dafür getan, schnell zurückzukommen.“

Am Dienstag war es endlich wieder soweit, und jetzt will der gebürtige Dresdner mehr. „Ich finde es gut, dass jetzt die Topgegner kommen, da muss ich gleich von Anfang an für alles bereit sein. Ich war jetzt auch genug zu Hause, schön, dass es wieder mit der Mannschaft auf Reisen geht.“ Auch der Eindruck seines Trainers war sehr positiv. „Nowi hat auf sein Comeback gebrannt, und er hat gegen einen schwierigen Gegner einen guten Einstand gehabt“, kommentierte Kreis. „Er ist nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine eine Führungspersönlichkeit.“

Für das schwere Wochenende stellt der 61-Jährige seiner Mannschaft keinen Freibrief aus. „Wir können uns auf nichts ausruhen. Unser Anspruch war es, unter die ersten sechs zu kommen, und das müssen wir uns noch hart erarbeiten“, betonte Kreis, der sich überdies zuversichtlich zeigte: „Wir haben gegen Mannheim und München schon öfter sehr gute Spiele abgeliefert. Gegen Straubing haben wir allerdings gezeigt, wie wir es nicht machen dürfen.“