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DEL: Düsseldorfer EG gewinnt bei den Eisbären Berlin

Nach Bekanntwerden von Niederberger-Wechsel : DEG gewinnt bei den Eisbären

Die Düsseldorfer EG hat das Verfolgerduell bei den Eisbären Berlin 2:1 nach Verlängerung gewonnen und ist bis auf vier Zähler an die viertplatzierten Berliner herangerückt.

Es gab sicher schon einfachere Arbeitstage im Leben von Mathias Niederberger. Immerhin war am Freitagmorgen der Wechsel des Torhüters vom Rhein an die Spree zu den Eisbären Berlin bekannt geworden. Am Abend musste Niederberger dann mit seinem Noch-Arbeitgeber Düsseldorfer EG just bei seinem neuen Verein Eisbären Berlin antreten.

Einen besonderen Druck ließ sich der 27-Jährige jedoch nicht anmerken. Im Gegenteil. Mit einer abermals starken Leistung hatte der gebürtige Düsseldorfer einen größtmöglichen Anteil daran, dass die DEG die Partie mit 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) bei den Berlinern für sich entscheiden konnte. Es war ihr dritter Auswärtserfolg in der Deutschen Eishockey Liga in Serie.

Dass der Klub aus der Bundeshauptstadt seit Monaten um Niederberger wirbt, ist alles andere als ein Geheimnis. Die Eisbären hatten schon im alten Jahr ein konkretes Angebot eingereicht, zu dem sich der deutsche Nationaltorhüter allerdings nie öffentlich äußern wollte. Ausgerechnet am Morgen des direkten Duells beider Klubs veröffentlichte die Berliner Redaktion der „Bild“ nun den Wechsel, den Eisbären-Manager Peter-John Lee, früherer Stürmer der DEG, noch nicht bestätigen wollte. Unsere Redaktion erfuhr jedoch: Der Wechsel ist in der Tat perfekt. Niederberger unterschrieb bereits vor Wochen einen Vertrag bei den Berlinern, doch hatten alle Seiten so kurz vor dem Beginn der Play-offs kein Interesse daran, Unruhe in die jeweiligen Mannschaften zu bringen.

Nach Informationen unserer Redaktion spielte der Wunsch, deutlich mehr Geld zu verdienen, für Niederberger angeblich keine entscheidende Rolle. Demnach wäre er gern zu vergleichbaren Konditionen wie bisher bei der DEG geblieben, es sei aber keine Einigung zustande gekommen. Und da er die Berliner nicht mehr länger auf eine Entscheidung habe warten lassen können, unterschrieb er dort für zwei Jahre.

Niki Mondt, Sportlicher Leiter der Düsseldorfer, wollte auf Anfrage weder den Transfer noch die Details zu den Verhandlungen bestätigen. Für die DEG ist der Weggang des derzeit wohl besten deutschen Torhüters sportlich ein Riesenverlust. Mondt steht also vor der Aufgabe, unter schwierigen finanziellen Bedingungen einen adäquaten Nachfolger zu finden. Eine Mammutjob, wie auch der jüngste Auftritt in Berlin gezeigt hat.

Das Duell des Tabellenfünften beim Vierten ging trotz leichter Überlegenheit der Berliner torlos ins letzte Drittel. Immer wieder ließ Niederberger seine Klasse aufblitzen, ehe Ex-Eisbär Charlie Jahnke die Gäste sogar mit 1:0 in Front schoss. Doch Mark Olver fand in Überzahl schließlich knapp fünf Minuten vor dem Ende eine Lücke und glich aus. Entschieden wurde die spannende, aber nicht immer hochklassige Begegnung dann in der Verlängerung durch Luke Adam. Nun ist ein schnelles Wiedersehen der beiden Kontrahenten in den Play-offs durchaus möglich. Für Niederberger wäre es sicher keine leichte Serie.

Berlin – DEG 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)

DEG: M.Niederberger (Hane) – Johannesen, Zanetti; Urbom, Nowak; Jensen, Geitner; Huß – Adam, Olimb, Flaake; Kammerer, Barta, Gardiner; Jahnke, Lucenius, Bukarts; L.Niederberger, Buzas, Eder.

Tore: 0:1 (49:19) Jahne (Bukarts), 1:1 (54:12) Olver (Lapierre, Reichel; 5-4), 1:2 (61:24) Adam (Olimb, Jensen).

Strafen: Berlin 14, DEG 14.

Schiedsrichter: Kopitz/Schütz.

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft).

Hier geht es zur Bilderstrecke: Berlin - DEG: die Bilder des Spiels