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Düsseldorfer EG: Torhüter Hendrik Hane gibt der DEG ein gutes Gefühl

Vor dem Hauptrunden-Endspurt : Torhüter Hendrik Hane gibt der DEG ein gutes Gefühl

Am Freitag gastiert die DEG bei den Eisbären Berlin, am Sonntag bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven. Da ist es gut für Trainer Harold Kreis, dass er eine starke Alternative zum überragenden Stammkeeper Mathias Niederberger hat.

Ersatztorhüter zu sein, ist kein einfaches Los. Erst recht, wenn die Rollen so klar verteilt sind wie bei der DEG. „Mathias Niederberger ist unsere Nummer eins“, sagt Trainer Harold Kreis unmissverständlich. „Er ist der beste Torhüter der Deutschen Eishockey Liga. Und wenn man die Play-offs erreicht, dann bleibt man während einer Serie in der Regel bei einem Goalie.“

Im Grunde also schlechte Aussichten für Hendrik Hane, Niederbergers Stellvertreter beim achtmaligen Deutschen Eishockey-Meister. Dennoch hat der 19-Jährige ein ungewöhnlich gutes Standing bei Trainern und Kollegen. „Henk macht das großartig“, sagte Kapitän Alex Barta kürzlich über den gebürtigen Düsseldorfer, und beim 3:2-Erfolg beim Tabellenführer EHC München am Sonntag bewies Hane wieder einmal nachdrücklich, dass auf ihn Verlass ist.

„Der Wechsel von Mathias zu Henk nach dem ersten Drittel war der Schlüssel“, betont Kreis sogar. „Es war eine Vorsichtsmaßnahme, weil Mathias Schmerzen im Unterkörper hatte, wahrscheinlich eine Verkrampfung. Hendrik kam beim Stand von 2:1 für München rein und hat seine Sache ausgezeichnet gemacht.“ So wie stets, wenn der Youngster ins kalte Wasser geworfen wird.

Ob die Feldspieler vielleicht sogar noch konzentrierter agierten, weil sie Niederberger ab der 21. Minute nicht mehr hinter sich wussten? „Da müsste man die Mannschaft fragen“, antwortet der Cheftrainer. „Ich würde eher sagen, es zeichnet unsere Truppe aus, dass sie einfach weitermacht. Sie nimmt es zur Kenntnis, dass ein anderer Goalie im Kasten steht, ändert aber ihre Spielweise nicht.“

Eine sehr erfolgreiche Spielweise, denn dank der nie erwarteten sechs Punkte aus den Topspielen bei Spitzenreiter München und dessen Verfolger Mannheim hat die DEG als Fünfter bereits fünf Punkte Vorsprung auf Platz sieben – und die ersten sechs qualifizieren sich direkt fürs Viertelfinale. Am Freitag (19.30 Uhr) beim Vierten Eisbären Berlin und am Sonntag (14 Uhr) beim Sechsten Bremerhaven gilt es, die Position zu verteidigen.

Dann wird Niederberger wieder im Kasten stehen, der Kreis zufolge „absolut fit“ ist. Doch falls der Nationaltorhüter wieder einmal Entlastung braucht, ob am Wochenende oder in den Play-offs, dann steht eines für Kreis fest: „Die Mannschaft weiß genau, dass sie gewappnet ist, wenn Henk aufs Eis kommt.“ Und mehr kann man von einem 19-Jährigen kaum erwarten.