Lukas Podolski gewinnt mit Vissel Kobe den Kaiserpokal

Zukunft in Japan ungewiss : Podolski gewinnt mit Kobe den Kaiserpokal

Lukas Podolski wird dem japanischen Erstligisten Vissel Kobe wahrscheinlich verlassen. Sein Vertrag endet am 31. Januar 2020. Nun gewann er mit Kobe den ersten Titel in der Geschichte des Vereins.

Unter dem tosenden Jubel der Fans verließ Lukas Podolski den Rasen des nagelneuen Olympiastadions in Tokio. Der vierte Pokalsieg seiner Karriere stand da bereits fest, und so konnte der Weltmeister von 2014 Platz machen für jenen von 2010. David Villa bekam seine Abschiedsminuten für Vissel Kobe, der Spanier hängt seine Fußballschuhe an den Nagel. Ob Podolski diesem Beispiel nach dem 2:0 (2:0) gegen Kashima Antlers folgt, ist indes völlig offen.

Zweieinhalb Jahre lässt Podolski inzwischen in Japan seine Karriere ausklingen, eine weitere neue Etappe auf der Abschiedstournee scheint dabei nicht ausgeschlossen. Sein Vertrag in Japan läuft am 31. Januar 2020 aus. Nun wird sogar eine neuerliche Rückkehr zu seinem Herzensklub 1. FC Köln im rheinischen Umfeld gehandelt.

Der Kontakt zum Geißbockheim besteht trotz der mehr als 9000 Kilometer Entfernung, das bestätigte zuletzt auch Sport-Geschäftsführer Horst Heldt. "Ich möchte nur sagen, dass ich mit Lukas im Austausch bin. Alles Weitere bespreche ich mit ihm und nicht über die Öffentlichkeit", sagte Heldt dem Kölner Stadt-Anzeiger.

Ein Dementi klingt anders, wenngleich für eine Rückkehr - abgesehen von der romantischen Vergangenheit - nicht viel spricht. Sportlich stehen hinter der Leistungsfähigkeit des 34-Jährigen in einer internationalen Topliga mittlerweile einige Fragezeichen, dazu soll er in Kobe jährlich bis zu acht Millionen Euro netto verdient haben. Nur bei deutlichen Gehaltseinbußen könnte der FC Podolski überhaupt bezahlen.

Dennoch soll es im Rahmen des Hallenturniers in Gummersbach am 12. Januar weitere Gespräche geben, wenngleich es sich nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers nur um geschäftliche Dinge handeln soll.

Sportlich hat auch Podolskis aktueller Trainer Thorsten Fink die Hoffnung auf einen Verbleib des 130-maligen Nationalspielers noch nicht aufgegeben. "Bei Lukas habe ich noch einen Funken Resthoffnung, dass er sich vielleicht doch noch ein weiteres Jahr bei uns vorstellen kann", sagte der frühere Bundesligatrainer Fink der Sport Bild vor Weihnachten: "Er ist ein geiler Kicker, der den Unterschied machen kann und ein absoluter Leader. Ich weiß, was ich an ihm habe, deswegen kämpfe ich um ihn."

Doch auch andere internationale Klubs haben ihre Fühler nach dem früheren Bayern- und Arsenal-Profi offenbar ausgestreckt. Dazu gehören einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers zufolge etwa US-Klub Chicago Fire, der letzte Verein von Podolskis Kumpel Bastian Schweinsteiger. Oder auch Gornik Zabrze aus Podolskis Geburtsland Polen. Podolski selbst hat sich bislang in keiner Silbe geäußert.

(rent/sid)