Fortunas einziger WM-Fahrer Tanaka verliert mit Japan im Elfmeterschießen und scheidet aus

Al-Wakrah/Düsseldorf · Deutschland-Schreck Japan hat bei der Fußball-WM in Katar die nächste große Überraschung verpasst. Die Mannschaft von Fortuna-Spieler Ao Tanaka verlor am Montag im Achtelfinale von Al-Wakrah gegen Vize-Weltmeister Kroatien im Elfmeterschießen mit 1:3.

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Foto: dpa/Christian Charisius

So richtig will es ohne Ao Tanaka bei Japan nicht laufen. Zwei Spiele gewannen die Japaner in der Vorrunde der Weltmeisterschaft in Katar. In beiden Spielen stand der Spieler von Fortuna Düsseldorf in der Startelf. Gegen Costa Rica musste er auf der Ersatzbank Platz nehmen. Prompt hagelte es eine Niederlage. Und auch im Achtelfinale gegen Kroatien musste der Mittelfeldspieler vorerst zu schauen – Japan schied in Folge dessen aus dem Turnier aus.

Tanaka wurde erst in der zweiten Halbzeit der Verlängerung eingewechselt. Durch die Niederlage im Elfmeterschießen (Tanaka schoss keinen Elfmeter) ist der Traum vom ersten WM-Viertelfinale in der japanischen Geschichte geplatzt. Damit kann der einzige Fortuna-Spieler bei der Endrunde den Heimweg antreten. Am vergangenen Sonntag hatte er noch durch seinen Siegtreffer gegen Spanien die deutsche Nationalmannschaft aus dem Wettbewerb geschossen.

Im ersten Elfmeter-Thriller der WM haben Torhüter Dominik Livakovic und die kroatischen Veteranen den Deutschland-Schreck Japan also entzaubert – und siegte vom Punkt 3:1. Am Freitag fordert Kroatien Brasilien oder Südkorea. Zum dritten Mal stehen die Kroaten in Katar in der K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft: 1998 wurden sie Dritter, 2018 Zweiter - und 2022? Zwar sind ihre Auftritte noch nicht weltmeisterlich, doch Trainer Zlatko Dalic und sein routinierter Spielmacher Modric leiten ein erfahrenes, kampfstarkes und zähes Team, das sehr schwierig aus der Bahn zu werfen ist.

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Das bewies im Al-Janoub-Stadion auch die Reaktion auf das Gegentor durch Daizen Maeda, der die Japaner erstmals im Turnier mit 1:0 in Führung brachte (44.). Es war zugleich der erste japanische Treffer bei dieser WM vor der Halbzeitpause. Kroatien schien das lange nicht hochklassige Spiel vor 42.523 Fans in Al-Wakrah danach zu entgleiten, weitere Offensivkräfte liefen sich warm, als Dejan Lovren einen wunderbaren Ball in den Strafraum schlug. Der umtriebige Perisic, einst bei Bayern München, köpfte mustergültig ins lange Eck (55.). Im Elfmeterschießen parierte Livakovic gegen Takumi Minamino, Kaoru Mitoma und Maya Yoshida von Schalke 04.

(pab/sid)
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